Kontrastreiches Programm

Harmonika-Konzert in der Gemeindehalle begeistert Publikum

Von Ute Knödler

Kontrastreiches Programm
Unter dem Beifall der Zuhörer lief das erste Orchester des Harmonika-Clubs in der Gemeindehalle in Ilsfeld zur Höchstform auf.Foto: Ute Knödler

Ilsfeld - Kurzweilig und vielseitig unterhielt der Harmonika-Club Ilsfeld (HCI) in der Gemeindehalle seine zahlreichen Gäste. Viele spontane Rufe wie "Bravo" oder "Super" zeigten, wie gut das Programm von Folklore bis zu Elton John oder Tina Turner ankam. Zum Thema Kontraste musizierten verschiedene Orchester, die Hobbygruppe, die Handörgler, die Jugend bis zum ersten Orchester unter der Leitung von Gerda und Siegmund Riedinger. Zu Schule und Beruf sei das Musizieren ein Kontrast für die Hobbymusiker, so der Orchesterleiter.

Tradition Welch lange Tradition das Harmonika-Spiel in Ilsfeld hat, wurde an der 92-jährigen Zuhörerin Else Welte deutlich. Sie hat den Verein im Schozachtal vor 77 Jahren gegründet. Einmal mehr zeigte sich die neu renovierte Gemeindehalle als idealer Veranstaltungsort für solch ein Konzert. Für die verhinderte Vorsitzende Elke Pfleiderer begrüßte Altvorstand Steffen Schoch die über 200 Gäste. Kontrastreich war auch die Dekoration mit weiß-pinken Formen auf schwarzem Hintergrund. Mit Polka und Tango begann schon die Hobbygruppe kontrastreich, bevor sie das Publikum mit "Pedro aus Sevilla" mit nach Spanien nahm.

Elf Frauen und zwei Männer gehören zur Hobbygruppe. Alle haben mit dem Musizieren erst im Alter von ungefähr 50 Jahren oder nach dem Spielen in der Kindheit wieder begonnen. "Mit ganz einfachen Stücken haben wir vor elf Jahren angefangen", erzählte Gerda Riedinger. Doch schon lange ist die Hobbygruppe konzertfähig und bestreitet viele Auftritte. "Für einen Anfang ist es nie zu spät", meint die Orchesterleiterin.

Die Handörgler, deren Instrumente keine Tasten sondern Knöpfe haben, nahmen die Gäste mit an die Wiener Hofburg und ließen den "Kaiserwalzer" erklingen, den Johann Strauß für Kaiserin Sissi und Kaiser Franz komponierte. Bei so manchem Titel, wie etwa "Blue Cha-Cha" oder einem Samba wippten die Beine der Zuhörer so, als ob sie gerne das Tanzbein geschwungen hätten. Mit Klatschen begleiteten sie das romantische "Aber dich gibt's nur einmal für mich".

Popmusik Mit dem "Earth Song" von Michael Jackson zeigte die Jugend, wie gut sich Pop- und Harmonika-Musik verbinden lassen. Feierlich begann das erste Orchester mit "Conquest of Paradise" um gleich darauf mit den Hits von Wolfgang Petry, zu denen die Gäste mit klatschten oder sangen, einen Gegenpol zu setzen. Unter dem Lob der Zuhörer lief das erste Orchester zur Höchstform auf. Asiatische Klänge in "A legend from Yao", die Filmmusik "The last Unicorn" oder die Arie "Nessum Dorma": Der HCI begeisterte mit seinem dynamischen Spiel und bekam immer wieder reichlich Beifall. Erst nach zwei Zugaben durften die Musiker nach dem fast dreistündigen Programm von der Bühne.