Für alle Generationen ist etwas geboten

Musikverein Auenstein zeigt bei Winterfeier sein Repertoire − Unterhaltsames Laientheater

Von unserer Mitarbeiterin Ute Knödler

Für alle Generationen ist etwas geboten
Die Musiker gaben bei der Winterfeier Kostproben ihres Könnens im Instrumentenspiel und der Vielseitigkeit der Stücke.Foto: Ute Knödler

Ilsfeld - Der Musikverein Auenstein hat für seine Weihnachtsfeier wieder einmal keine Mühen gescheut. Ein abwechslungsreiches musikalisches Programm sowie ein humorvolles Theaterstück bescherten den über 350 Gästen einen unterhaltsamen Abend in der liebevoll geschmückten Tiefenbachhalle.

Stefan Eitel hatte seine Kapelle gut vorbereitet. Mit viel Elan führte er seine Musiker zur Freude des Publikums durch den Abend. Der Titel des ersten Marsches "Viribus Unitis" von Josef Bach, was so viel heißt wie "mit vereinten Kräften" scheint beim Musikverein Programm zu sein. Viele helfende Hände aus den Familien der Musiker sowie zahlreiche fördernde Mitglieder hatten bei der Dekoration oder in der Küche dafür gesorgt, dass alles klappt.

Vielfältig Das musikalische Programm war breit gefächert. Dafür sorgte der Dirigent. "Von der Unterhaltungsmusik bis zur klassischen Literatur" reichte die Bandbreite. Eitel wollte so von den Jugendlichen bis zu den Senioren alle erreichen. Denn die Musiker im Orchester sind zwischen 15 und 70 Jahre alt.

Als sehr anspruchsvoll erwiesen sich die beiden "Ungarischen Tänze Nr. 5 und 6" von Johannes Brahms. Ein Wechsel aus den Einflüssen der flotten und rhythmischen Zigeunermusik sowie dem Wiener Walzer erforderte viel Konzentration. Die über 50 Blasmusiker hatten seit Sommer für die Feier geprobt.

Mit ihrer beeindruckenden Stimme überraschte Alexandra Striezel mit dem Solo "On the sunny side of the street". Das Orchester begleitete sie dezent.

Die erste Stunde des musikalischen Teils gehörte der Jugend. Rund 70 Kinder und Jugendliche sind in Ausbildung und musizieren in verschiedenen Gruppierungen. Von der Blockflötengruppe über die neue Bläserklasse und der Jugendgruppe bis zum 40-köpfigen Jugendorchester zeigten alle ihr Können. "Die Jugend ist unser Stolz", betonte Vereinsvorsitzender Christian Kuhnle, der launig durch den Abend führte. Manche der jungen Musiker hätten im Vorfeld der Weihnachtsfeier zwischen fünf und sechs Proben pro Woche absolviert.

Theater Mit dem Einakter "Viele heißen Waldemar" von Dieter Adam sorgten die sechs Laienschauspieler für viel Gelächter. Dialekt und viel Lokalbezug kamen beim Publikum besonders gut an. Ein Liebesbrief sorgte bei Waldemar (Klaus Bartenbach) und Lisa (Elke Hübsch), dessen Sohn Waldemar (Florian Hübsch) und seiner Braut Marion (Larissa Förster) sowie deren Eltern Waldemar und Kunigunde (Kurt Baumgärtner und Miriam Layer) für viel Aufregung. Alle drei Beziehungen drohten auseinander zu brechen. Erst die Entdeckung, dass besagter Brief, den Waldemar Senior auf der Suche nach seinem Lottoschein hinter dem Buffet gefunden hatte, schon über 25 Jahre alt war, rückte alle Anschuldigungen ins rechte Licht.