Ein kurzweiliger Abend mit vielen Auftritten

Winterfeier des Musikvereins Talheim im Kulturtreff

Von Stefanie Pfäffle

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Auf seinen Nachwuchs ist der Musikverein Talheim zu Recht stolz. Bei der Winterfeier im Kulturtreff zeigten die jungen Künstler ihr Können. (Foto: Stefanie Pfäffle)

Los ging es diesmal nicht mit dem akustischen, sondern mit dem leiblichen Wohl. „Wir wollten einfach nicht, dass es während der Musik überall klappert“, erklärte Vorsitzender Friedrich Garrelts.

Danach zog die Jugendkapelle die Aufmerksamkeit auf sich. Gebannt lauschte das Publikum, wie die 23 Jungmusiker mit ihren Blasinstrumenten gekonnt moderne Stücke wie Sven van Calsters „Music for a new generation“ oder den Sommerhit des Jahres 2004, „Veo Veo“ zum Besten gaben. Bei so viel musikalischem Können machte es auch nichts, dass Flötistin Friederike Hawighorst bei der Programmführung kurz ins Stocken geriet. Hatte der Vorsitzende bei seinem Podiumsabgang doch glatt auch den Spickzettel des Mädchens mitgenommen.

Als nach Ende des vierten Liedes einige Zugabe-Rufe aus dem Publikum schallten, sandten einige der Jungmusiker sichtbar „Bitte-nicht“- Stoßgebete gen Hallendecke. Doch einen Titel schickten sie trotzdem noch hinterher.

Eine Zugabe, allerdings ohne vorherige Stoßgebete gab’s auch von der Aktiven Kapelle. Unter der Leitung von Werner Werosta demonstrierten die Talheimer Bläser ihr Können mit einem bunten Mix verschiedener Musikstile. Westernfilmmusik von Ennio Morricone fand darin ebenso Platz wie Walzermelodien des „Münchner Kindls“ oder eine Polka für die Volksmusikfreunde. Einige Lacher ernteten die Saxophonisten, die sich für ein Medley der großen Saxophonhits extra in zünftige Seemannkostüme warfen.

Nach den Ehrungen (separater Bericht folgt) und einer kurzen Umbaupause wurde es lustig. Das von sechs Vereinsmitgliedern aufgeführte schwäbische Lustspiel „Zwei Herrgöttle“ von Thomas Deisser um die beiden Streithammel, Bürgermeister Robert Lämmle und den evangelischen Pfarrer Gotthilf Schertle, rief einige herzhafte Lacher im Publikum hervor. Dazu trugen auch die kreativen Schimpfwörter bei. Spiritusfunzel, Schnapsleberweible oder Katechismusbrunzer gehören sicher nicht zu jedermanns alltäglichem Fluchrepertoire. Und als so manch einer nach dem letzten Vorhang auf die Uhr schaute, wunderte er sich, wie spät es schon war.