Ein Tag im Zeichen des Akkordeons

Mit einem Schwäbischen Tag feierte der Harmonika-Club sein 75-jähriges Bestehen

Von Martin Nied

Ein Tag im Zeichen des Akkordeons
Der Nachwuchs wird beim Harmonika-Club besonders gefördert.Foto: Nied

Ilsfeld - Zu Beginn, im Oktober 1932, nannten sie sich noch Harmonika-Club Schozachtal. 75 Jahre sind seither ins Land gegangen, der Club hat sich inzwischen auch namentlich an die Gemeinde Ilsfeld angelehnt. Für die rund 250 aktiven und passiven Mitglieder ein Grund zum Feiern - und in die Tasten zu hauen.

Schon am 14. Juli fand in der Ilsfelder Gemeindehalle hoch offiziell das große Jubiläumskonzert statt. Vergangenen Sonntag war die Atmosphäre etwas legerer - ein Schwäbischer Tag war angesagt: Zum Gottesdienst um 10 Uhr war die Ilsfelder Gemeindehalle bis auf den letzten Platz gefüllt. Pfarrerin Rosemarie Köger-Stäbler dachte sogar laut darüber nach, ob sie nicht öfter Gottesdienste vom Harmonika-Club gestalten lassen sollte.

Ehrungen Nach dem Kirchgang hieß es: Ehre, wem Ehre gebührt. Die Jubilare des Vereins wurden für langjährige Mitgliedschaft mit Ehrennadeln und Urkunden ausgezeichnet. Dann schlugt die Stunde der sogenannten „Hobbygruppe“. Über die gesamte Mittagszeit sorgten ihre Mitglieder für dezente Unterhaltung. „Sie spielen bei vielen Gelegenheiten“, so die Vorsitzende Elke Pfleiderer. „Wir unterhalten beim Fasching, gehen in Seniorenheime und haben sogar schon eine kleine Tournee nach Reit im Winkel gemacht,“ ergänzte Gertrud Schulz. „Mir tun einfach das, was uns Spaß macht,“ sagte sie, während es sich die Besucher noch beim gemeinsamen Essen gut gehen lassen.

Bevor die Jugend ihr Können unter Beweis stellte, hatten die Mundharmonikagruppe und die Percussion-Projektgruppe ihren Auftritt. In zahlreichen kleineren Formationen, teils solo, teils zu zweit oder noch mehr Musikanten waren sie an der Reihe.

Das musikalische Niveau erstaunte nicht, wenn man weiß, wie der Verein die aktive Nachwuchsförderung betreibt. Diese beginnt bei der musikalischen Früherziehung, zu der bereits Kinder im zarten Alter von anderthalb Jahren kommen können. Ab dem Grundschulalter wird es dann ernst und die Kinder beginnen mit der Ausbildung am Akkordeon.

Das Jugendorchester, das nach der Hobbygruppe auf dem Programm stand, zeigte eindrücklich die hörenswerten Früchte dieser Ausbildung. Krönender Abschluss waren die Handorgler, die ihre Kunst auf reinen Knopfharmonikas vorführten.