Den Glauben einmal anders erleben

Lockere Atmosphäre in der Zeltkirche − Vereine machen bei Programmgestaltung mit

Von Ute Knödler

Den Glauben einmal anders erleben
In der Zeltkirche unterhält jeden Abend eine andere Gruppe, am Montag war der Gitarrenchor an der Reihe.Foto: Ute Knödler

Ilsfeld - die üppige Blumenpracht wirkte sehr einladend. In der Zeltkirche herrschte am Montagabend mit Teppichboden, Bistrotischen und -Stühlen eine gemütliche, lockere Atmosphäre. Dazu trug auch die freundliche Begrüßung bei. Blumen und Getränke standen auf den Tischen. Die zahlreichen Fenster im Zelt ermöglichten Raus- und Reinschauen. Die Zeltkirche auf dem alten Sportplatz ist eine Initiative der evangelischen Kirchengemeinde Ilsfeld zusammen mit der Landeskirche.

Vorbilder Rund 150 Besucher interessierten sich für das Thema: Vorbilder haben − Vorbilder sein. "Gott hat einen jeden von uns Menschen mit vielen Fähigkeiten ausgestattet. Wo wir zulassen, dass es durchscheint, was Gott in uns hineingelegt hat, dort können wir Vorbilder sein", sagte Zeltpfarrer Johannes Eißler in seiner Ansprache. Durch viele anschauliche Beispiele wie Gandhi oder Bonhoeffer, aber auch seine eigene Oma, machte Eißler das Thema lebendig.

"Ich finde es gut, dass die Vereine mit einbezogen sind", meinte Sabine Sieland-Schäfer. Mit weiteren sechs Mädchen gab ihre Tochter von der Förderturngruppe des Sportclubs Ilsfeld unter der Leitung von Carolin Schütz und Alfred Müller eine turnerische Einlage zum Besten. Sprünge, Radwenden und Salti, die Mädchen flogen unter dem Beifall der Zuschauer nur so über die Bühne. SCI-Vorsitzender Joachim Kübler stellte den Sportverein vor. "Wir haben alle Vereine zur Präsentation und Mitwirkung angefragt", so Pfarrer Arthur Stäbler.

Musikalisch war an diesem Abend der Gitarrenchor an der Reihe, unterstützt durch Violine und Querflöte. Weitere Ilsfelder Vereine, wie Musikverein, Harmonika-Club, der Chor Da Capo oder der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr, haben die Verantwortlichen für die musikalische Umrahmung gewinnen können. Der Verein Meschener Partnerschaft brachte sich, wie andere auch, in der Bewirtung ein. Am Ende der Veranstaltung wartete er mit allerlei süßen und salzigen Köstlichkeiten aus der alten Heimat auf. "Mmh, schmeckt das aber gut", gab es Lob von den Besuchern.

Mitarbeit Stäbler ist sehr erfreut, wie viele Menschen zur Mitarbeit gewonnen wurden. Ob Werbung, Öffentlichkeitsarbeit oder Dekoration, am Bücher- sowie am Eine-Welt-Tisch oder beim Saubermachen. "Nach jeder Veranstaltung wird der Teppichboden gesaugt", berichtete der Seelsorger. Mit der zweiwöchigen Zeltkirche wollen die Ilsfelder Protestanten die Möglichkeit schaffen, auf eine andere Weise und an einem anderen Ort Impulse zum Nachdenken über den Glauben zu bekommen. "Es soll aber auch ein Ort der Begegnung und zum Gespräch sein", betonte Stäbler.