400 Euro für Kindergärten gesammelt

Musikverein veranstaltet Kirchenkonzert für einen guten Zweck – Heimspiel für Konzertgitarrist Peter Jermer

Von Gustav Döttling

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Der Musikverein Talheim konzertiert in der katholischen Kirche.Foto: Döttling

Talheim - Romantische und melancholische Gitarrenklänge klassischer Komponisten, eine glasklare Sopranstimme und schwungvolle konzertante Blasmusik – der Musikverein Talheim wartete bei seinem Kirchenkonzert zugunsten der Kindergärten mit einem anspruchsvollen und kontrastreichen Musikprogramm auf.

„Kirchenkonzerte haben beim Musikverein Talheim eine lange Tradition“, begrüßte der Vorsitzende Jochen Henn über 100 Besucher in der katholischen Kirche. Mit dem Gitarristen, Komponisten und Musiklehrer Peter Jermer und seiner Frau, der japanischen Sopranistin Yoshiko Nitta, habe der Musikverein zwei Solisten für ein ganz besonderes Konzert gewinnen können. Peter Jermer, ein Sohn Talheims, der in seiner Jugend im Musikverein auch schon zur Trompete gegriffen hatte, unterrichtet an der Musikschule Starnberg Gitarre. Seine Frau war Mitglied im Chor des bayerischen Rundfunks und leitet drei Chöre.

„Es ist schön, dass ich heute wieder einmal ein Heimspiel habe“, freute sich der Konzertgitarrist über das rege Interesse der Besucher. Jermer glänzte als Solist mit drei heiter-melancholischen Menuetten des spanischen Komponisten Fernando Sor und begleitete seine Frau zu den drei deutschen Liedern von Mauro Giuliani.

Gefühlvolle Darbietung Dem solo gespielten „Cantabile“ von Sor ließ das Ehepaar mit der „Forelle“, „Im Abendrot“ und „An die Musik“ drei Lieder von Franz Schubert folgen, die Jermer selbst für Gitarrenbegleitung arrangiert hat. Das Publikum honorierte die gefühlvollen Darbietungen mit viel Beifall.

Moderiert von Querflötistin Ute Manske, erlebten die Zuhörer im zweiten Konzertteil ein schwungvolles, fesselndes Blasmusikkonzert. Mit einer Fantasie über ein Vesperlied und „Give us Peace“, beides Arrangements des zeitgenössischen niederländischen Komponisten Ted Huggens, hatte Dirigent Werner Weorsta zwei Kirchenlieder an den Anfang gestellt. Ein Medley aus dem Musical „Jesus Christ Superstar“, der „Halleluja Chor“ aus Händels Messias und als Zugabe „I will follow him“ aus dem Film „Sister Act“ rundeten die Vorstellung ab.

„So schön hatte ich das nicht erwartet“, sagte Konzertbesucherin Heide Hartmann. Über 400 Euro lagen nach dem Konzert in den Spendenkörbchen.