Bottwartal
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Auch 600 Helfer am Start

Am Wochenende findet die elfte Auflage des Bottwartal-Marathons statt. Acht Vereine aus fünf Kommunen ziehen dabei an einem Strang.

Von Barbara Barth
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Lesezeit  2 Min
Auch 600 Helfer am Start
Start zum Halbmarathon am Sonntag ist wie in den vergangenen Jahren wieder im Oberstenfelder Teilort Gronau. Foto: Archiv/Barth  Foto: Barth

Je besser das Wetter, desto höher die Teilnehmerzahl. Kein Wunder, dass Gerhard Petermann, der Chef-Organisator des Bottwartal-Marathons, am Wochenende auf sonniges Spätsommerwetter hofft, das ja angekündigt ist.

"Aktuell sind wir bei 3500 Anmeldungen", sagt der Vorsitzende der TSG Steinheim. "Sofern uns das Wetter wohlgesonnen ist, sind wir ziemlich sicher, dass die Vier vorne steht."

Es ist die elfte Auflage des Marathons durchs Bottwartal. Von 2004 bis 2011 lag der Start in Großbottwar, seit 2012 ist er in Steinheim beim Riedstadion. Fehlende Parkplätze und Duschmöglichkeiten bei den Bottwartaler Winzern waren der Grund für die Verlegung. Aber die ambitionierten Hobbyläufer rennen weiterhin durch Beilstein, Oberstenfeld, Großbottwar, dazu durch Steinheim und Murr. Der Start für den Halbmarathon ist in Gronau.

Shuttlebus

Wer sich nur 21 Kilometer zutraut, der wird per Shuttlebus von Steinheim in den Oberstenfelder Teilort transportiert. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als die Teilnehmer auf der Hauptstraße abgesetzt wurden, fährt der Bus diesmal die Mehrzweckhalle an. Weil es 2013 wie aus Kübeln schüttete, sollen die Läufer auf jeden Fall im Trockenen auf den Start warten können. Böllerschüsse schicken die Starter nur 100 Meter entfernt auf die Strecke. Die 21-Kilometer-Läufer stellen die mit Abstand größte Teilnehmerzahl.

Die Starterzahl für den Marathon nimmt jedoch ab. "Das liegt zum einen am erhöhten Wettbewerb, der Remstal-Marathon fand erst vor drei Wochen statt", weiß Gerhard Petermann. "Aber wir machen uns auch im eigenen Haus Konkurrenz durch neue Läufe." Ein Dreiviertel-Marathon und vor allem ein 50-Kilometer-Ultralauf sind neue Magneten. Dieser Urmensch-Ultra führt über Stock und Stein, über Schotter und Waldwege zum Feuersee und zum Harzberg, dem höchsten Punkt der Strecke.

Durch den Wald geht es dann zur Sinzenburg, als Wendemarke dient die Burg Lichtenberg, von der aus man den Blick über das ganze Tal hat. Auf 29 Kilometern sind 700 Höhenmeter zu überwinden. Die restlichen 21 Kilometer führen dann über die flache Halbmarathonstrecke von Gronau nach Steinheim. Für diesen Lauf ist die Teilnehmerzahl auf 150 begrenzt.

Die fünf Bottwartal-Kommunen, durch die die Läufe führen, organisieren mit acht Vereinen die Veranstaltung. "Wir machen alles ehrenamtlich", sagt Werner Frenz vom TGV Beilstein. Der Verein ist mit 145 Helfern aus allen Abteilungen verantwortlich für Streckenposten, den Auf- und Abbau von Absperrungen und für eine Verpflegungsstation bei der Firma Henssler.

Alle fünf Kilometer werden den Läufern Getränke und Bananen gereicht. Werner Frenz hat im Orga-Team die gesamte Logistik unter seinen Fittichen. Sechs Kleinbusse transportieren die Halbmarathonis nach Gronau, fahren ihre Kleidung zurück nach Steinheim und sorgen dafür, dass Staffelläufer rechtzeitig in den Wechselzonen bereit stehen. Parkplatz-Management und anschließender Reinigungsdienst gehören ebenfalls zu seinen Aufgaben.

Ehrenamtliche

"Nur noch wenige Läufe werden so ehrenamtlich organisiert wie bei uns", sagt Frenz. "Sehr viele holen sich Event-Agenturen oder Firmen als Veranstalter an die Seite." Es sei schwierig, jedes Jahr die große Helferzahl von über 600 zu aktivieren. Aber so lange der Bottwartal-Marathon bei den Teilnehmern so gut ankommt, "macht man das gern". 12.300 User eines Online-Marathon-Magazins haben den Lauf auf den vierten Platz in Baden-Württemberg gewählt. Noch vor dem Trollinger-Marathon in Heilbronn. "Weil wir es gut machen", sagt Frenz stolz.

Weitere Infos unter www.bottwartal-marathon.de

 

 

 

 

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