In den kleinen Weilern wird viel geboten

Naturparktag im Schmidbachtal lockt viele Wanderer und Ausflügler an

Von Wolfgang Seybold

In den kleinen Weilern wird viel geboten
Kunstschmied Martial Herbst zeigte mit Amboss, Hammer und glühenden Eisen den vielen Schaulustigen beim Naturparktag sein Handwerk.Foto: Werner Kuhnle

Beilstein - Das Naturparkzentrum Schwäbisch-Fränkischer Wald und die Stadt Beilstein boten am Sonntag einen erlebnisreichen Naturparktag rund um das Schmidbachtal. Und viele Ausflügler, ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad, machten sich bei herrlichem Sonnenschein auf die elf Kilometer lange Rundtour, die entlang des plätschernden Bachs hinauf zu den idyllisch gelegenen Weilern führte.

Naturparkgeschäftsführer Bernhard Drixler sieht das Angebot genau passend für Erholungssuchende jeden Alters. „Viele Leute suchen Ziele und Anregungen für ihre sonntäglichen Unternehmungen, die dazu noch familienfreundlich sein sollen“, umreißt Drixler die mit dem Aktionstag angesprochene Zielgruppe.

Köstlichkeiten Entlang der Wanderstrecke gibt es dann an zehn Stationen einige örtliche Köstlichkeiten zu probieren. Handwerker lassen sich bei der Arbeit über die Schulter schauen. Die Backhausfreunde Billensbach haben ihren vor kurzem sanierten Backofen angeheizt und servieren Zwiebelkuchen und andere leckere Backwaren, zubereitet nach Landfrauenart.

Für die aus Marbach angereisten Gerhard Guckenberger und Manfred Schröder ist die Landschaft im Schmidbachtal schon lange das Gebiet, wo sie immer wieder Erholung finden, und die Pause in Billensbach tut richtig gut. „Ein nettes Viertele und ein gutes Vesper - das ist hier wie eine Besenwirtschaft mit frischer Luft“, sagen Brigitte und Walter Ertl aus Höpfigheim und genießen in Maad den Rebensaft in der Besenstube „Zum Kachelofen“ im Freien.

Handwerk Gleich daneben ist Kunstschmied Martial Herbst mit glühenden Eisen, Amboss und Hammer dabei, den vielen Schaulustigen sein selten gewordenes Handwerk zu zeigen. „In Klingen summt und brummt es“, steht über den Aktionen in dem kleinen Weiler. Die Bienen der Imkerei Schmidt, das frische Obst aus dem Familienbetrieb Dorn finden bei Wanderern großes Interesse. Daneben lädt Förster Oliver Muth zum Holzsägen „wie einst“ ein. Mit einer schweren Handsäge soll vom Baumstamm ein Kilogramm schweres Holzstück abgesägt werden.

Ein familienfreundliches Gagernberg lädt die Besucher mit Kindern in den kleinen Weiler am Annasee ein. Günter Frank betätigt sich hier als Koordinator. Er hat alle Dorfbewohner zum Mitmachen beim Naturparktag gewonnen. Im Backhäusle werden Zwetschgen- und Apfelkuchen und leckeres Bauernbrot gebacken, beim Weingut Weninger gibt es kühlen Prosecco zu verkosten. Und die Kinder können im Reiterhof von Sonja Berger-Wörner auf den Ponys reiten oder lustige Spiele im Wald beim Naturfreundehaus machen. Auch die Zeburinder, die von der Familie Frank in Gagernberg auf der Weide gehalten werden, sind bei den Kindern beliebt.

Zufrieden Mit dem Verlauf des Naturparktages im Schmidbachtal und dem Zuspruch ist Organisator Heinz Smeets insgesamt zufrieden. Naturparkgeschäftsführer Bernhard Drixler empfiehlt, einen Aktionstag im Abstand von zwei Jahren zu wiederholen. „Super, was die Menschen in den kleinen Beilsteiner Orten Tolles auf die Beine gestellt haben“, sagt die Heilbronnerin Herta Dressel in Klingen nach ihrer Rundwanderung.