Drei Solaranlagen auf Kirchendächern

Thema Klimawandel bei Frühjahrssynode des Kirchenbezirks Weinsberg

Von Margit Stöhr-Michalsky

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Eschenau war Vorreiter beim Energiesparen im Kirchenbezirk Weinsberg. Die Photovoltaik-Anlage wurde 2000 auf dem Pfarrhausdach installiert.

Foto: Margit Stöhr-Michalsky

OBERSULM - Klimawandel - was tun wir als Kirche vor Ort? Diese Fragestellung stand auf der Tagesordnung der Frühjahrssynode des Evangelischen Kirchenbezirks Weinsberg in Sülzbach.

Vorreiterrolle Drei Gemeinden im Kirchenbezirk waren bereits aktiv. Die Vorreiterrolle übernahm vor über zehn Jahren die evangelische Kirchengemeinde Eschenau. 1995 wurden auf dem Pfarrhaus Module für eine Brauchwasser-Anlage installiert. Seit 2000 liefert eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 3,6 Kilowattpeak (KWp) auf dem Dach des Pfarrhauses Strom durch Sonnenenergie. In einem Workshop bei der Frühjahrssynode informierte Pfarrer Johannes Veller über diese Solarenergienutzung.

Seit Sommer 2006 hat auch Lehrensteinsfeld eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gemeindehauses mit einer Spitzenleistung von acht Kilowatt. Erfahrungen dieser Gemeinde über den Wechsel des Stromanbieters flossen ebenso in den Workshop ein. Die größte zuschussfähige Photovoltaik-Anlage mit zehn KWp wurde im vergangenen Jahr auf dem Dach des Weinsberger Erhard-Schnepf-Gemeindehauses installiert. Die Kirchengemeinde Waldbach-Dimbach stellte ihre Erfahrungen mit dem Heizungsprojekt für Kirche, Gemeindehaus und Pfarrhaus vor.

„Die Anregung zum Thema Energiesparen in der Bezirkssynode kam aus den Gemeinden“, sagte Vorsitzende der Bezirkssynode, Gisela Eisert. Der Bedarf an Informationen sei da.Referentin Ursula Sladek aus Schönau gab als Geschäftsführerin der Elektrizitätswerke Schönau Tipps und Anregungen, was Energieversorger und Stromkunden tun könnten. Seit 1997 unterstützt das kleine Unternehmen Photovoltaikanlagen und ökologische Energien. 1998 habe die Gemeinde mit einer Bürgerinitiative erreicht, dass auch auf dem Kirchendach mit Genehmigung des Denkmalamtes Solarzellen installiert wurden.

Sonnencent Anreize schafft das Schönauer Elektrizitätswerk mit Energiesparwettbewerben und mit stromsparfördernden Tarifen. Darin sei ein Sonnencent enthalten, der neuen, energiesparenden Anlagen zu Gute komme. Einen Tipp hatte Sladek für Stromverbraucher parat: „Besuchen Sie doch ihren Stromzähler einmal wöchentlich.“