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Wenn sich Apotheker und Doc Morris einig sind

Welche Chance bietet die Digitalisierung für die medizinische Versorgung? Darum ging es bei einem Stimme-Forum am Mittwochabend. Mit dabei waren ein Vorstandsmitglied von Doc Morris und der Präsident der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg.

Von Simon Gajer
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Lesezeit  1 Min

 

Die klassischen Apotheker sind auf Doc Morris selten gut zu sprechen. Das zeigte sich auch beim Forum, an dem Christian Franken von Doc Morris und Günther Hanke von der Landesapothekerkammer teilnahmen.

Kontrovers wurde es beim Geschäftsanteil des niederländischen Versandhändlers, der eine stationäre Videoberatung in Hüffenhardt (Neckar-Odenwald-Kreis) eröffnen will. Christian Franken betonte für Doc Morris: Schließe eine Apotheke, liege das nicht am Versandhandel.

Hanke: Apotheken können schwer mithalten

Günther Hanke sah das anders. Bei den verschreibungsverpflichten Medikamenten habe der Versandhandel deutlich zugelegt. Mit den Konditionen könne kein Apotheker mithalten. Doch gerade diese Rezepte seien für Apotheker wichtig. Wie er betonte, lebe ein Apotheker zu 80 Prozent von den roten Rezepten, die Ärzte ausstellen.

Überraschende Einigkeit: Beide Diskussionsteilnehmer sprachen sich für papierlose Rezepte aus. „Ich hoffe, dass es bald kommt“, sagte Hanke. Es müsse aber unter anderem der Schutz der Patienten sichergestellt sein.

 

 

 

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