Stadtbahnausbau und mehr Transparenz

Landkreis - Der einzige Kreisrat der Linken, Johannes Müllerschön, widmete sich in seiner Etatrede vorwiegend der Begründung seiner drei Anträge, die aber keine Mehrheit fanden. Außerdem kritisierte er, dass im Vorfeld der Haushaltssitzung in den Ausschüssen zu viel nichtöffentlich beraten werde.

Stadtbahnausbau und mehr Transparenz

J. Müllerschön

Foto: privat

Landkreis - Der einzige Kreisrat der Linken, Johannes Müllerschön, widmete sich in seiner Etatrede vorwiegend der Begründung seiner drei Anträge, die aber keine Mehrheit fanden. Außerdem kritisierte er, dass im Vorfeld der Haushaltssitzung in den Ausschüssen zu viel nichtöffentlich beraten werde. Speziell die Zurückweisung von Zuschussanträgen von Organisationen ohne öffentliche Diskussion findet er "unangemessen".

Die wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis schätzt Müllerschön, auch wegen des drohenden Verlustes vieler Arbeitsplätze, als künftig schwieriger ein. Er teilt mit anderen Fraktionen die Sorge um sinkende Einnahmen des Kreises und kritisiert, dass gerade jetzt die Betreuung Langzeitarbeitsloser vom Bund neu geregelt wird: Statt voller Konzentration auf die Betreuung der Betroffenen werde viel Kraft in der Umstrukturierung vergeudet. Bei der Schuldnerberatung hätte Müllerschön gerne zwei statt eine Neueinstellung gesehen, um lange Wartezeiten zu reduzieren, hatte aber mit seinem Antrag keinen Erfolg. Gleiches gilt für ein Solardachkataster, das der Landkreis aus seiner Sicht einführen sollte.

Johannes Müllerschön machte sich stark für den Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs und der Stadtbahn. Speziell widmete sich der Offenauer den Verkehrsproblemen im nördlichen Landkreis. Seinem Antrag, den per Bürgerentscheid beschlossenen Brückenbau in Gundelsheim zugunsten einer größeren Lösung mit Offenau zurückzustellen, folgte außer ihm jedoch niemand.