Neue Chefin setzt auf Herzlichkeit

Abstatt - Es ist das gleiche Gebäude, die gleiche Einrichtung und fast das gleiche Personal. Und dennoch ist es anders. Seit 1. April heißt das Hotel und Restaurant Sperber nun Ludwig Eins und wird von Jasmin Dankel geführt.

Von Nelli Nickel

Neue Chefin setzt auf Herzlichkeit
Servicemitarbeiter Michael Bareither und Jenny Paulitz decken die Tische in der Wirtsstube im Ludwig Eins ein. Foto: Guido Sawatzki

Abstatt - Es ist das gleiche Gebäude, die gleiche Einrichtung und fast das gleiche Personal. Und dennoch ist es anders. Seit 1. April heißt das Hotel und Restaurant Sperber nun Ludwig Eins und wird von Jasmin Dankel geführt. Nachdem die frühere Betreibergesellschaft Insolvenz angemeldet hatte, ist mit Andreas Müller, Hotel- und Restaurantchef Adler am Schloss, ein neuer Pächter in die Einrichtung in Abstatt eingezogen. (wir berichteten).

Regional

Die Handschrift der neuen Betreiber zieht sich nicht nur durch den geschwungenen Schriftzug des neuen Namens sondern durch das gesamte Gebäude. Herzlicher soll es werden, persönlicher, mit mehr Bezug zur Regionalität, lautet das Ziel von Hoteldirektorin Jasmin Dankel. "Es ist eine Gratwanderung", meint die neue Chefin. Das Moderne, wofür das Design-Hotel Sperber bekannt war, wollte man nicht verlieren, aber dennoch mehr Wärme ins Haus holen und Atmosphäre schaffen. Im Foyer und in den Zimmern spiegelt sich die Umgebung in den Bildern von Fotografin Claudia Fy wieder, die die Gemeinde Abstatt schon in Bildbänden in Szene setze. Dankel will die Menschen aus der Nähe in das Restaurant locken. "Die Hemmschwelle in dem Ort ist groß", sagt sie. "Da gibt es einiges nachzuholen."

Das Gourmet-Restaurant wird nicht weitergeführt. "Dafür gibt es hier nicht den Markt", erklärt die 28-Jährige. Deshalb wurde dieser Teil zu einem Frühstücksraum umfunktioniert. Die Wirtsstube ist jetzt das Hauptrestaurant. Regionale und internationale Gerichte stehen auf der Karte. "Es ist die Mischung aus dem, was es früher in beiden Restaurants gab", sagt Dankel.

Handwerker sind in der ersten Zeit ein und aus gegangen. Zehn Jahre nach dem Bau des Hotels wurde es Zeit für eine Auffrischung. Die Bar wird komplett umgestaltet, auch die Außenfassade ist eingerüstet und wird jetzt saniert.

Mitgestalten
 
Wie eh und je brutzelt Dennis Geiger in der Küche. Eins hat sich aber geändert: Die Chefin setzt verstärkt auf Teamarbeit. Geiger findet es gut, dass er jetzt mehr mitgestalten darf. "Früher war es steifer", sagt der Koch. "Das Verhältnis untereinander und der Umgang mit den Gästen haben sich verändert", hat Jenny Paulitz festgestellt. Die Auszubildende zur Hotelfachfrau ist erleichtert, dass sie ihre Lehre fortsetzen kann. "Der Umbruch war schwierig", sagt Geiger. Jetzt sehen sie optimistisch in die Zukunft.

Ruhig wird es ab Donnerstagabend im Hotel. Unter der Woche sei das Hotel mit Geschäftsleuten und Tagungen gut ausgelastet. Am Wochenende ist dagegen wenig los. Mit neuen Angeboten für Wochenendtouristen will dies das Team ändern.

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