Nachdenken über Stadtbahn ärgert Nachbarn

Region Heilbronn - Überlegungen in Heilbronn, den Zeitplan für die Stadtbahn-Nord angesichts der Haushaltskrise womöglich zu strecken, haben bei den beteiligten Kommunen im Landkreis für Verunsicherung gesorgt.

Region Heilbronn - Überlegungen in Heilbronn, den Zeitplan für die Stadtbahn-Nord angesichts der Haushaltskrise womöglich zu strecken, haben bei den beteiligten Kommunen im Landkreis für Verunsicherung gesorgt.

So erwartet Bad Rappenaus Oberbürgermeister Hans Heribert Blättgen von den Heilbronner Kommunalpolitikern, dass „sie bei diesem für den ganzen Landkreis wichtigsten Projekt mitziehen und dass es zeitgerecht umgesetzt wird“. Auch die Kurstadt habe die Dinge geschultert, obwohl sie finanziell in einer ähnlichen Situation stecke.

Klare Worte

„Aus Neckarsulmer Sicht kann die Stadtbahn kommen“, betont Oberbürgermeister Joachim Scholz. Gleichwohl äußert er Verständnis für Schwierigkeiten, denen sich mancher Anrainer, nicht nur Heilbronn, gegenüber sähe. Deutlicher wird Bürgermeister Klaus Grabbe: „Heilbronn muss seine Hausaufgaben machen. Wir gehen fest davon aus, dass sich Heilbronn seiner Verantwortung bewusst ist.“ Klare Worte aus dem Rathaus der Käthchenstadt wünscht sich Neckarsulms CDU-Fraktionschef Herbert Emerich. Er befürchtet, dass „jetzt geht das alte Geschaukel und Gegaukel wieder losgeht“. Scholz setzt auf das Gespräch. Mit Himmelsbach sei ein Termin vereinbart.

Offenheit

Das Recht, alle Maßnahmen, die beschlossen, aber noch nicht begonnen wurden, unter dem Aspekt dramatisch wegbrechender Einnahmen zu überdenken, nimmt der Heilbronner OB für seine Stadt in Anspruch. Das sei keine einseitige Betrachtung der Finanzseite. Man wäge Vor- und Nachteile, prüfe, ob eine Verzögerung Zuschüsse für die Zukunft verbaue, welche Auswirkungen Entscheidungen für die Nachbarkommunen hätten. „Wir gehen offen vor. Ich habe den Landrat über unser Vorgehen informiert“, so Himmelsbach. iba/kik


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