Kontrolle auf dem Weg in den Urlaub

Bretzfeld - Die Autobahn- und Verkehrspolizei prüft Gewicht und Ladung von Wohnwagen. Nur bei fünf von 30 kontrollierten Fahrzeugen stellen sie eine geringfügige Überladung fest.

Von Sara Furtwängler

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Bretzfeld - Sie, wie schwer ihr Wohnwagen sein darf?", fragt Ralf Bleibdrey von der Autobahn- und Verkehrspolizei Heilbronn den Holländer Flip Stenbergen. "1.300 Kilogramm?", sagt der mit fragendem Blick. Flip Stenbergen und seine Frau Elli sind auf dem Weg nach Österreich, wollen dort drei Wochen Urlaub machen. Gerade sind sie von einem Polizeimotorradfahrer von der A6 auf einen Parkplatz kurz hinter Bretzfeld gewunken worden, zur Wohnwagen- und Wohnmobilkontrolle.

"In erster Linie geht es uns darum, festzustellen, dass die Fahrzeuge nicht überladen sind", erklärt Einsatzleiter Jens Brockstedt. Langsam rollt Stenbergen mit seinem Wagen auf eine mitten auf dem Parkplatz ausgelegten Waage auf. Die digitale Anzeige zeigt 1100 Kilogramm. Haben dürfte er laut Fahrzeugpapieren aber nur 900. Stenbergen muss ein paar Dinge aus dem Anhänger ins Auto umladen, bekommt eine mündliche Verwarnung, darf aber weiterfahren.

Schlingern

Das Wohnmobil einer anderen holländischen Familie hat 100 Kilogramm Übergewicht. Sie kippen kurzerhand den Inhalt ihres vollen Wassertanks ins Gras neben der Straße. Danach geht es auch für diese Reisenden mit einer mündlichen Verwarnung weiter Richtung Süden. "Wenn solche Maßnahmen nicht reichen, müssen wir die Fahrer zu einer Stelle begleiten, wo sie Dinge abladen können", erklärt Ralf Bleibdrey. Oft würde unterschätzt, wie wenig man in einen Wohnwagen zuladen dürfe. "In der Regel sind das nur 200 Kilogramm, und die kommen schnell zusammen", sagt Polizist Ulrich Mühling.

Bremsweg

"Bei leichter Überladung sind wir kulant", sagt Brockstedt. "Aber wenn es mehr als 20 Prozent sind, ist es zu gefährlich." Dem Fahrer droht dann eine Anzeige. Die Wagen könnten ins Schlingern geraten, sich aufschaukeln, dadurch einen Unfall verursachen oder umkippen. "Außerdem ist der Bremsweg bei überladenen Fahrzeugen und Anhängern länger."

Doch die Beamten sind an diesem Morgen rundum zufrieden. Nur bei fünf von 30 kontrollierten Fahrzeugen stellen sie eine geringfügige Überladung fest. "Inzwischen wissen Urlauber, dass wir kontrollieren", sagt Einsatzleiter Brockstedt. Früher, da hätten die Leute teilweise den gesamten Innenraum der Wohnwagen mit Gepäck und Lebensmitteln vollgestopft.