Käthchenbildhauer ist Protagonist in TV-Sendung

Heilbronn - In seinem Garten steht eine der berühmten Käthchen-skulpturen. Der Schöpfer des Heilbronner Bronzedenkmals, das beim Fleischhaus steht, Bildhauer Dieter Läpple, stand vorgestern aber nicht wegen seiner Kleistfigur im Mittelpunkt. Der 72-jährige Heilbronner war Hauptdarsteller in der am Montag ausgestrahlten Folge der RTL-Sendung "Mitten im Leben".

Von unserer RedakteurinSara Furtwängler

Käthchenbildhauer ist Protagonist in TV-Sendung
Der bekannte Heilbronner Bildhauer Dieter Läpple war am Montag der Hauptdarsteller in der RTL-Sendung "Mitten im Leben".Foto: Screenshot

Heilbronn - In seinem Garten steht eine der berühmten Käthchen-skulpturen. Der Schöpfer des Heilbronner Bronzedenkmals, das beim Fleischhaus steht, Bildhauer Dieter Läpple, stand vorgestern aber nicht wegen seiner Kleistfigur im Mittelpunkt. Der 72-jährige Heilbronner war Hauptdarsteller in der am Montag ausgestrahlten Folge der RTL-Sendung "Mitten im Leben".

Aufmerksamkeit

Unter dem Titel "Rentner will Prostituierte heiraten" führte ein Kamerateam den Fernsehzuschauer 45 Minuten durch das Liebesleben des Künstlers. Die Geschichte ist schnell erzählt: Dieter Läpple hat sich in die thailändische Prostituierte Lilly verliebt und möchte gerne, dass sie ihn heiratet und bei ihm einzieht. Die 42-jährige Lilly genießt zwar die Aufmerksamkeit des Witwers, sagt ihm aber am Ende der Sendung, dass sie "nur Freundschaft will".

"Die Fakten stimmen alle", sagt Dieter Läpple. "Ich liebe diese Frau und mein Angebot, dass sie zu mir ziehen kann, gilt." Vor etwa einem Jahr war das Team einer Berliner Produktionsfirma bei ihm in Heilbronn zu Gast. "Fünf Tage lang war ich verkabelt", erzählt er. Natürlich habe man seine Geschichte noch bunter gemacht und eine Dramaturgie entwickelt, "aber im Wesentlichen stimmt alles, was zu sehen ist". Die Produktionsfirma war an den Heilbronner herangetreten, weil damals eine Freundin seiner Tochter ein Praktikum bei Imago TV gemacht hat. Sie müsse wohl den Hinweis auf seine Geschichte gegeben haben. 500 Euro haben er und die thailändische Prostituierte jeweils erhalten. "Lilly hat ihr Geld nach Hause geschickt, damit sich ihre Verwandten eine Waschmaschine kaufen können", sagt Läpple.

Sofort bereit Angst, dass er in der Sendung bloßgestellt wird, hatte der Rentner nicht. Als die Produktionsfirma vor etwa einem Jahr anrief, habe er sofort zugesagt. "Als Künstler bin ich ein gläserner Mensch. Ich habe nichts zu verstecken."

Bis vor drei Wochen hat er Lilly weiter regelmäßig besucht. Doch nun herrsche Funkstille, sie sei verschwunden. Läpple steht vor einem Bild, das er von der Thailänderin gemalt hat und sagt: "Ich hoffe, dass ich bald wieder von ihr höre."