Hallenbau, Fußgängerzone, Zabergäubahn

Brackenheim - 15 Minuten Vortrag, danach 15 Minuten Zuhörerfragen: So war’s geplant. Doch wie die Bürgermeisterkandidaten schöpften auch die Bürger ihre Zeit nicht voll aus. Moderatorin Jutta Layher musste sich richtig ins Zeug legen, um wenigstens einige Zuhörer ans Mikrofon zu locken.

Brackenheim - 15 Minuten Vortrag, danach 15 Minuten Zuhörerfragen: So war’s geplant. Doch wie die Kandidaten schöpften auch die Bürger ihre Zeit nicht voll aus. Moderatorin Jutta Layher musste sich richtig ins Zeug legen, um wenigstens einige Zuhörer ans Mikrofon zu locken.

Die Frage, wie die Finanzierung des rund 1,5 Millionen Euro teuren Dürrenzimmerner Hallenbaus aussehen soll, bereitete Rolf Kieser keine Mühe: Ein Zuschuss von 350.000 Euro sei zugesagt, weitere 180.000 Euro beantragt. 100.000 Euro erwartet Kieser aus dem Stadtteil, über Vereine oder den Gesprächskreis, 850.000 Euro steuert die Stadt bei.

Tempo 30

Mehr Tempo-30-Zonen fände ein Bürger gut, doch da ist Kieser zurückhaltend. In solchen Fällen brauche es nicht nur Schilder, sondern auch bauliche Veränderungen. Auf die "flächenhafte Ausweisung" habe die Stadt bewusst verzichtet. Gut vorstellen kann er sich, die Markt- und Obertorstraße zur Fußgängerzone zu machen. Im Frühjahr, wenn das in Auftrag gegebene Verkehrsgutachten vorliegt, möchte er alle Beteiligten, vor allem die skeptischen Einzelhändler, an einen Tisch bringen. Das Thema Stadtpark im Wiesental, für Kieser ein "längerfristiger Prozess", will er in einer Art Zukunftswerkstatt mit den Bürgern diskutieren.

Linkspartei Zabergäubahn, Gartenschau: Ob Volker Bohn als Mitglied der Linkspartei gute Karten hätte, für diese Projekte Unterstützer zu finden, bezweifelte ein Fragesteller. "Ich steh’ hier als Bürger Brackenheims,", betonte Bohn. Im übrigen könne auch ein Linker mit der Wirtschaft zusammenarbeiten.

Bohn befürchtet, dass das "unsinnige Projekt" Stuttgart 21 negative Auswirkungen auf den Verkehr im Zabergäu haben wird. Bei der Frage nach Prioritäten in Verkehrsfragen machte er deutlich: "Ich hätte lieber eine Zabergäubahn als eine Umgehungsstraße." Für Kreisverkehre in der Ortsdurchfahrt ist er nicht: zu teuer. "Ich würde den Ampeln eine grüne Welle verpassen." dor