Halbzeitbilanz des Blumensommers fällt rundum positiv aus

Nordheim - Ein bisschen schlägt sich das durchwachsene Wetter dieses Wochenendes in den Besucherzahlen des Blumensommers schon nieder. Zuvor konnten sich die Organisatoren über das Wetter wirklich nicht beschweren - und das spielt bei einer Freiluftveranstaltung nun mal eine ganz, ganz wichtige Rolle.

Von Thomas Dorn





Nordheim - Ein bisschen schlägt sich das durchwachsene Wetter dieses Wochenendes in den Besucherzahlen des Blumensommers schon nieder. Dennoch fällt die Halbzeit-Bilanz von Volker Schiek rundum positiv aus. „Wir können sehr zufrieden sein“, sagte der Nordheimer Bürgermeister am Samstag. Denn zuvor konnten sich die Organisatoren über das Wetter wirklich nicht beschweren - und das spielt bei einer Freiluftveranstaltung nun mal eine ganz, ganz wichtige Rolle. Der strömende Regen am Freitagabend hielt dann aber doch viele von einem Besuch im Park am Katzentalbach ab. Schade eigentlich, denn die „Fireworks of Rock“ mit Oli Meier The Brothers hauten richtig rein.

Magnet für Jung und Alt
Beim Seifenblasenzauber entstehen tolle Gebilde: Viele Familien sind nachmittags auf dem Blumensommergelände unterwegs.Fotos: Andreas Veigel
12.750 Besucher wurden bis Freitagabend gezählt. Beim Blumensommer 2007 waren es zum gleich Zeitpunkt 13 000. Damit kann Volker Schiek gut leben. „Wenn es ein normaler Freitag gewesen wäre, lägen wir drüber.“ Beim Dauerkartenverkauf - knapp 1500 - wurde die Vorgängerveranstaltung bereits übertroffen. Und auffällig ist, dass die Gruppen immer weitere Anfahrtswege auf sich nehmen. „Wir haben mehr Busse als je zuvor“, sagt Schiek. Dennoch sieht er in diesem Bereich noch „große Potenziale“.

Spielangebote

Nachdem es morgens wenig verheißungsvoll aussah, füllt sich das Blumensommergelände am Nachmittag doch noch ordentlich. Viele Familien sind gekommen. Auf der großen Wiese gibt es jede Menge Spielangebote. Kinder vergnügen sich mit Hockeyschlägern und Pedalo, an der Torwand oder beim Sprung auf die weiche Riesenweltkugel. „Es ist eigentlich immer Betrieb“, sagt Martin Haug, der hinterm Alten Bauhof den „Seifenblasenzauber“ betreut. Kim-Christin gehört zu den Stammgästen. „Ich bin fast jeden Tag hier“, sagt die neunjährige Nordheimerin.

Ein paar Schritte weiter wird eifrig geschmiedet. Jonas Güth, Azubi bei Metallgestalter Martial Herbst aus Beilstein-Maad, dessen Kunstwerke im Parkgelände zu bewundern sind, ist ständig von Kindern umringt. Sie lernen, was man mit einem sechs Millimeter dicken Stahlstab alles machen kann. Rankhilfen für den Garten zum Beispiel. Oder kleine Wurstspieße. Dass sie selbst mitarbeiten dürfen, erhöht den Reiz für die Kids gewaltig.

Hammerschläge

Magnet für Jung und Alt
Jonas Güth beim Schmieden zu helfen, macht den Kindern viel Spaß.
Mit kräftigen Schlägen auf den Amboss hilft der zehnjährige Daniel beim Verjüngen der Eisenspitze. Brille und Handschuhe bieten Schutz. Noch interessanter ist es, den auf der Esse vorgeglühten Eisenstab zu verdrehen und so zu verschönern. „Das hat richtig Spaß gemacht“, sagt Daniel.

Im Festzelt löst der Volkstanzkreis Heilbronn die Nachwuchsband Acid Rain ab - die Programmmacher haben alle Altersgruppen im Blick. Doch Jung und Alt staunen über die Männer des TFM Kraichgau. TFM steht für Truck- und Funktionsmodellbau. In einer Garage haben die Hobbybastler Straßen und eine Baustelle nachgebaut, auf der ferngesteuerte Bagger ferngesteuerte Lastwagen - im Maßstab 1:16 - mit Sand befüllen. Erstaunlich, wozu der Bagger von Jürgen Köhler fähig ist. Aber auch wieder nicht so überraschend, wenn man hört, was die kleine High-Tech-Maschine kostet: „10 000 Euro.“