Große Zustimmung für die Beförderung von Reinhold Gall und Ingo Rust

Region Heilbronn - "Ich - begrüße das." Landrat Detlef Piepenburg ist froh darüber, dass Reinhold Gall als Innenminister und Ingo Rust als Staatssekretär im neuen Landeskabinett sitzen. Die Region sei damit ganz stark vertreten.

Von unserer Redaktion

Region Heilbronn -  "Ich - begrüße das." Landrat Detlef Piepenburg ist froh darüber, dass Reinhold Gall als Innenminister und Ingo Rust als Staatssekretär im neuen Landeskabinett sitzen. Die Region sei damit ganz stark vertreten. "Man wünscht sich natürlich kurze Drähte zur Landesregierung." "Es ist gut, dass die Region wieder mit zwei Abgeordneten in der Regierung vertreten ist", freut sich auch der Heilbronner OB Helmut Himmelsbach. Positiv sei an Gall und Rust, "dass beide Männer der Praxis und weniger Ideologen sind". Rust sei sein Wunschkandidat für das Amt gewesen; seinen Sachverstand könne er im Aufsichtsrat der Südwestdeutschen Salzwerke (SWS) einbringen.

Kreisverband

Der SPD-Kreisverband Heilbronn-Land stellt künftig also zwei Kabinettsmitglieder − durchaus eine Besonderheit. Die Kreisvorsitzende Cornelia Bär-Stoll ist mit dieser Entwicklung sehr zufrieden. "Das ist klasse für unsere Region." Sie erwartet, dass Reinhold Gall und Ingo Rust einen wesentlichen Anteil zum Gelingen der Regierungspolitik beitragen werden. Beide hätten in den zurückliegenden Jahren ihre fachlichen und persönlichen Fähigkeiten bereits als Abgeordnete bewiesen.
 

Freude über den kurzen Draht ins Kabinett
Ingo Rust sucht den Kontakt mit den Bürgern.Foto: Archiv/ Capuana

Der Obersulmer Bürgermeister Harry Murso freut sich "unheimlich, dass es Reinhold Gall geschafft hat, dieses klassische Ministerium zu erhalten". Gall bringe eine große Kompetenz und lange kommunalpolitische Erfahrung mit. Ein Verlust für Obersulm und die Region sei, dass Gall als Regierungsmitglied sich aus Gemeinde- und Kreisrat zurückziehen muss.

Ingo Rusts Ernennung zum Staatssekretär kommentiert der Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Abstatt, Rüdiger Braun, sehr positiv. "Ich freue mich riesig für ihn, er hat das Zeug dazu und auch beste fachliche Voraussetzungen." Als Vizevorsitzender des Gemeindetags-Kreisverbands sieht Braun die Lage für Städte und Gemeinden im Landkreis ebenfalls erfreulich. "Ein erklärter Finanzfachmann und dazu mit Reinhold Gall der Innenminister im Kabinett. Da ist die Raumschaft sehr gut aufgestellt."

Bei aller Freude ist gestern in Reinhold Galls Heimatort allerdings auch Wehmut zu spüren. Die Bürger des kleinen Obersulmer Teilortes Sülzbach bedauern, dass der 54-Jährige während seiner Amtszeit als Innenminister kein öffentliches Ehrenamt bekleiden darf. Seinen Posten als Ortsvorsteher muss er aufgeben. "Für Sülzbach ist das ein herber Verlust", meint Susanne Grauf. Die Einzelhandelskauffrau sieht mit Galls Wechsel an die Spitze des Innenministeriums aber "einen wichtigen Neuanfang im Ländle." "Durch ihn wird unser Bundesland sicher ein bisschen sozialer und menschlicher werden", meint die Bäckereifachverkäuferin Madeleine Hess.

Integration

Dass es auch eine Integrationsministerin geben wird, freut die Heilbronner Integrationsbeauftragte Roswitha Keicher. Sie hofft auf Bündelung dieser Aufgabe bei einer Adresse in der Landesregierung, "an die wir von der Basis die Informationen weitergeben können, wo es noch hakt". bor/iba/kal