Größter Zugewinn für FDP und FWV

Gemeinderat setzt sich künftig aus sieben Parteien zusammen

Von Joachim Friedl

Größter Zugewinn für FDP und FWV
Stundenlange Konzentration: Wie hier im Heilbronner Rathaus waren die vielen Wahlhelfer gestern in der Region gut beschäftigt.Foto: Andreas Veigel

Heilbronn - Der 18. Heilbronner Gemeinderat der Nachkriegsgeschichte steht: Trotz eines Stimmverlustes von 5,2 Prozent bleibt die CDU mit 14 Sitzen (- 2) stärkste politische Kraft. Die SPD verliert 1,8 Prozent und hat künftig statt 12 nur noch 11 Mandate.

Die stärksten Zugewinne hat mit 4,4 Prozent die FDP und stellt fünf Stadträte, einen mehr als in der zu Ende gehenden Periode. Die Grünen legen um 2,4 Prozent zu und sind mit vier Stadträten (+1) vertreten. Fraktionsstärke haben die Freien Wähler: Sie holen 8,5 Prozent (+ 2,6 Prozent) und stellen künftig drei Stadträte. Pro Heilbronn (ehemals Rep) ist mit zwei, die Linke, die zum ersten Mal antrat, mit einem Stadtrat vertreten. Die ÖDP scheiterte mit 2,3 Prozent. 47 Stimmen fehlten zum erstmaligen Einzug.

Neu in das Gremium ziehen ein: Dr. Joachim Cyran, Martin Diepgen (CDU), Gerd Kempf (SPD), Michael Link (FDP), Susann Bay, Alexander Habermeier (Grüne), Malte Höch (FWV) und Hasso Ehinger (Linke)

Den Sprung nicht mehr in das Ratsrund geschafft haben CDU-Stadtrat Andreas Heinrich, die SPD-Räte Martin Haag und Markus Scheffler sowie Grünen-Stadtrat Uwe Ahrens. Nicht mehr angetreten sind Nobert Selz, Carina Hekler (CDU), Ursula Scheuermann (FDP) und Alexander Schonath (Rep).

Mit 42,9 Prozent fiel die Wahlbeteiligung für das 40-köpfige Gremium um 3,2 Prozent schlechter aus als bei der Wahl vor fünf Jahren. Die meisten Stimmen von allen angetretenen 320 Kandidaten erhielt Thomas Strobl (CDU). Platz 1 bei der SPD eroberte Herbert Burkhardt. Statt neun sind künftig nur noch acht Frauen im Rat vertreten.