Geheimnis des Erfolgs

Festakt der Christian-Schmidt-Schule zum 100-jährigen Bestehen

Von Friedhelm Römer

Geheimnis des Erfolgs

"Die Schule hat ihren Anteil daran, dass wir eine starke Wirtschaft haben mit vielen Markt- und sogar Weltmarktführern."

Detlef Piepenburg, Landrat

Neckarsulm - Beim Besuch in seiner Geburtsstadt setzte Hartmut Mattes auf den Heimvorteil und wich den verstopften Strecken rund um das Weinsberger Kreuz über Untergruppenbach, Waldheide und Jägerhaus geschickt aus. Nur deshalb gelang es dem Referatsleiter im Stuttgarter Kultusministerium, pünktlich am Freitagvormittag zum Festakt in Neckarsulm zu sein. Die Christian-Schmidt-Schule feierte ihr 100-jähriges Bestehen und präsentierte sich nach dem Festakt der Öffentlichkeit zu einem Tag der offenen Tür.

Starke Wirtschaft "Die Schule hat ihren Anteil daran, dass wir eine starke Wirtschaft haben mit vielen Markt- und sogar Weltmarktführern", hob Landrat Detlef Piepenburg die Bedeutung der Berufsschule mit ihren insgesamt 2800 Schülern und 104 Lehrern für die gesamte Region hervor. Schulleiter Karl-Heinz Hahn erinnerte daran, dass in den vergangenen 100 Jahren bereits "rund 30 000 junge Menschen an unserer Schule eine zeitgemäße, gute technische Ausbildung erhalten haben". Sowohl Hahn als auch Piepenburg verwiesen auf die Wichtigkeit der engen Verzahnung von Schule, Schulträger, Betrieben, Kammern und Innungen. "Denn nur dadurch kann die Schule das vermitteln, was in den Betrieben gebraucht wird", sagte der Landrat. Und der Stuttgarter Referatsleiter Hartmut Mattes ging noch einen Schritt weiter: "Die enge Zusammenarbeit von Schule und Betrieb ist bis heute das Geheimnis unseres Erfolges in der beruflichen Bildung."

Verlässlicher Partner Der Neckarsulmer Audi-Werkleiter Albrecht Reimold nannte die Schule einen "seit Jahrzehnten verlässlichen Partner". Schulleiter Hahn freute sich, dass mit dem anwesenden Josip Juratovic auch im Bundestag ein bisschen Christian-Schmidt-Schule stecke. Denn der Neckarsulmer SPD-Bundestagsabgeordnete war einst selber Schüler in diesen Räumlichkeiten.

Anschließend zeigte sich Karl-Heinz Hahn zuversichtlich beim Blick in die Zukunft. In den sich bereits abzeichnenden mageren Jahren werde möglicherweise vieles langsamer vonstatten gehen, aber es werde keinen Stillstand geben. Mattes lobte unterdessen die Christian-Schmidt-Schule für ihre Bereitschaft zur ständigen Weiterentwicklung. Dies sei die Voraussetzung, um sich auf dem Weltmarkt an der Spitze zu behaupten. Denn Deutschland könne es sich nicht leisten, "nur durchschnittlich zu sein". Der Wohlstand könne nur erhalten werden, wenn man den Konkurrenten auf dem Weltmarkt mindestens einen Schritt voraus sei.