Eine neue Perle für Pedalritter

Region Heilbronn - Am Wochenende wird der Kocher-Jagst-Radweg zwischen Bad Friedrichshall und Hardthausen offiziell freigegeben. Auffallend viel politische Prominenz hat angekündigt, sich dafür am Samstag in den Sattel zu schwingen.

Von Siegfried Lambert

Eine neue Perle für Pedalritter

„Das wird ein Renner unter den Tourismusangeboten in der Region werden.“

Landrat Detlef Piepenburg

Region Heilbronn - Am Wochenende wird der Kocher-Jagst-Radweg zwischen Bad Friedrichshall und Hardthausen offiziell freigegeben. Auffallend viel politische Prominenz hat angekündigt, sich dafür am Samstag in den Sattel zu schwingen.

Staatssekretär Richard Drautz vom Stuttgarter Wirtschaftsministerium wird dabei sein, ebenso der Heilbronner Landrat Detlef Piepenburg und die Bürgermeister der vier beteiligten Gemeinden. Denn der Ausbau auf 19 Kilometern, der insgesamt 3,7 Millionen Euro kostete, war nur durch eine mustergültige Zusammenarbeit von Land, Kreis und Kommunen möglich.

Flach und idyllisch

Es ist eine Idylle, die man sich erstrampeln kann. Die Strecke, auf der auch Inliner erlaubt sind, enthält keine großen Steigungen und führt durch malerische Winkel der Region, vom Bahnhof Jagstfeld nach Oedheim, Neuenstadt bis Hardthausen-Kochersteinsfeld. Dort schließt die Strecke an den bereits vom Hohenlohekreis ausgebauten Radweg an.

Für das Tourismus-Projekt entstand eine neue Brücke über den Kocher, eine weitere wurde saniert. Ohne Zuschüsse des Landes, rund 1,3 Millionen Euro, wäre der Ausbau nicht möglich gewesen, erklärte Landrat Piepenburg am Montag in Bad Friedrichshall bei der gemeinsamen Vorstellung mit den Bürgermeistern der beteiligten Kommunen.

Den ersten Abschnitt ab dem Bahnhof Jagstfeld (894.000 Euro) finanzierten Friedrichshall und Oedheim und der Landkreis je zur Hälfte. Der Kreis Heilbronn schoss außerdem für den zweiten Bauabschnitt 200.000 Euro zu. „Schön, dass die Kooperation geklappt hat“, freute sich Piepenburg. „Das wird ein Renner unter den Tourismusangeboten in der Region werden.“

Brückenbau

„Es war eine einmalige Chance, die wir genutzt haben“, sagte der Friedrichshaller Bürgermeister Peter Dolderer. Sie ergab sich durch die Übernahme der ehemaligen Trasse der Württembergischen Eisenbahngesellschaft. Der Entscheidung, die alte Eisenbahnbrücke abzureißen und durch eine neue zu ersetzen, seien „harte Diskussionen“ vorausgegangen. Die vielen Neugierigen, die den Radweg bereits besichtigt haben, sieht Dolderer als gutes Zeichen.

Oedheims Bürgermeister Ulrich Ruoff nannte die Umsetzung ein gutes Beispiel einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen den Kommunen. „Manche sprechen schon von der neuen Kocherpromenade.“ Bürgermeister Norbert Heuser (Neuenstadt) schloss sich mit seinem Lob an. „Wir haben uns dafür sachgerecht im Kreistag auseinandergesetzt“, fügte Bürgermeister Harry Brunnet (Hardthausen) hinzu. „Für uns alle ist der Kocher-Jagst-Radweg ein touristisches Highlight.“

Der Radweg wird am Samstag ab 10 Uhr in einer geführten Tour der Öffentlichkeit vorgestellt. Anmeldung: service@heilbronnerland.de; Tel. 07131 / 9941 390.

Weitere Infos unter www.kocher-jagst.de