Deutliche Verluste für CDU

FWV/FDP, SPD und Grüne steigern Sitzzahl

Von Herbert Kaletta

Deutliche Verluste für CDU

Kreistagswahl - Die CDU ist der große Verlierer der Heilbronner Kreistagswahl, am meisten Zugewinn verbucht die FWV/FDP-Fraktion. Mit einem Sitz neu im Kreistag ist die Linke. Durch weniger Ausgleichssitze bedingt, verkleinert sich der Kreistag um vier Kreisräte auf jetzt 75 Sitze. Der Anteil der Frauen erhöht sich nur geringfügig von neun auf zehn Sitze.

Zwar ist die CDU mit 29 Mandaten immer noch klar stärkste Fraktion, hat aber acht Sitze weniger als bei der Wahl 2004 (siehe Grafik). Die Freien Wähler legen um drei auf 18 Kreisräte zu. Schon 2004 waren sie um drei auf 15 Sitze geklettert.

Damit ist die FWV/FDP nun gleichauf mit der SPD, die sich um einen auf 18 Sitze verbessert. Die Grünen legen um eines auf sieben Mandate zu. Die ÖDP bleibt bei ihren zwei Sitzen. Die Republikaner (bislang zwei Sitze) waren nicht mehr zur Wahl angetreten.

28 Bürgermeister Der Anteil der Bürgermeister ist weiter gestiegen. Jetzt sind es 28 amtierende von 75 Kreisräten. Vor vier Jahren waren es 27 von79. Die CDU hat davon 13 in ihren Reihen, die FWV/FDP elf, die SPD vier. Die CDU stellt mit Neckarsulms Oberbürgermeister (OB) Joachim Scholz einen Neuling, der es gleich zum Stimmenkönig des Kreistags schaffte. Neu ist auch Norbert Heuser aus Neuenstadt. Einer könnte bald fehlen. Da Thilo Michler aus Zaberfeld in Öhringen zum Oberbürgermeister gewählt wurde, ist er nur so lange dabei, bis er nach Öhringen umzieht.

Die SPD hat in OB Hans Heribert Blättgen aus Bad Rappenau den Mann mit dem zweitbesten Ergebnis. Als Neuling kommt Wolfgang Rapp aus Ellhofen in ihre Fraktion. Und Klaus Grabbe, der Neckarsulm damit das Alleinstellungsmerkmal von zwei Bürgermeistern im Kreistag verschafft.

Bei der FWV/FDP rücken für Günter Henzler aus Beilstein und Klaus-Peter Waldenberger aus Lauffen, die nicht mehr antraten, ihre Kollegen Mario Dürr aus Neckarwestheim, Joachim Weller aus Untergruppenbach und Björn Steinbach aus Lehrensteinsfeld nach.

Im Kreistag sitzen weniger Neulinge als 2004. Waren es damals 31, so sind es jetzt nur 23. Da in allen Fraktionen Leute nicht mehr antraten, hält sich der unfreiwillige Abschied in Grenzen: Verfehlt haben die Wiederwahl bei der CDU Hannelore Wörz aus Güglingen, Peter Preusch aus Eppingen, Hans Kriegs aus Neckarsulm und Axel Jäger aus Lauffen. Bitter für Untereisesheims Bürgermeister Jens Uwe Bock: Mit nur 1405 Stimmen scheiterte sein Versuch, auf der FWV/FDP-Liste ins Gremium zu ziehen klar. Bei der SPD haben es Ursula Richter aus Weinsberg und Richard Wurster aus Nordheim nicht mehr geschafft. Bei der FWV/FDP sind alle angetretenen Räte wiedergewählt. Bei den Grünen nur Andreas Capelle nicht.

Kommentar „Transparenz“