Berberich gewählt (02.02.09)

Klares Ergebnis - 43,59 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen auf den Amtsinhaber

Von Rudolf Landauer

Berberich gewählt
Reinhold Berberich bekam vor dem Rathaus Glückwünsche.Foto: Rudolf Landauer

Billigheim - Mit einer Überraschung endete gestern Abend der zweite Urnengang zur Wahl des Bürgermeisters der Gemeinde Billigheim. Von den 4622 abgegebenen Stimmen erhielt Amtsinhaber Reinhold Berberich 1534 Stimmen, was einem prozentualen Anteil von genau 43,59 Prozent entspricht.

Entgegen anders lautender Prognosen bei einem heftigen Wahlkampf setzte sich der Stelleninhaber damit deutlich von seiner Konkurrentin und Herausforderin, Dr. Dorothee Schlegel, ab. Die Lehrbeauftragte für Deutsche Sprache und Soziologie erhielt 37,94 Prozent, das sind 1335 Stimmen. Auf den dritten Bewerber, Rechtsanwalt Thomas Hirn, entfielen 18,39 Prozent und damit 647 Stimmen.

Nach dem ersten Wahldurchgang am 18. Januar war das Ergebnis denkbar knapp gewesen, denn nach einer Aufhebung und Korrektur der Zählerliste durch die Wahlprüfungsbehörde des Landratsamts Neckar-Odenwald-Kreis, hatten Berberich und Schlegel mit derselben Stimmenzahl von je 1183 Stimmen noch gleichauf gelegen.

Viele trauten der Bewerberin in den vergangenen zwei Wochen zu, einen Vorsprung herauszuholen. Doch es kam völlig anders, denn der Amtsinhaber Reinhold Berberich konnte sogar zulegen und seine Stimmenzahl von 1183 auf nunmehr 1534 steigern.

Urnengang

Die Wahlbeteiligung lag bei 77 Prozent. Die höchsten Stimmenanteile konnte Berberich in den Teilorten Waldmühlbach mit 57 Prozent, in Katzental mit 55 Prozent, in Sulzbach mit 48 Prozent und in Allfeld mit 47 Prozent für sich verbuchen. Als der Bürgermeisterstellvertreter Peter Fichter das Ergebnis auf der Rathaustreppe verkündete, kam sogar so etwas wie verhaltener Beifall auf. Aus den Reihen der Verwaltungsmitarbeiter und der Gemeinderäte gab es keine Reaktionen. „Ich bin maßlos enttäuscht“, meinte hingegen die abgeschlagene Dorothee Schlegel.