Aus für erste Hauptschule in der Region

Talheim - Die kleinste Hauptschule in Stadt- und Landkreis Heilbronn wird aufgelöst. Der Talheimer Gemeinderat stimmte geschlossen für die Kooperation mit Ilsfeld.

Talheim - Die kleinste Hauptschule in Stadt- und Landkreis Heilbronn wird aufgelöst. Der Talheimer Gemeinderat stimmte geschlossen für die Kooperation mit Ilsfeld. Er hat keine andere Wahl, obwohl es politischer Wille gewesen ist, den Standort zu halten. Wenigstens für die Klassen fünf und sechs. Die Entwicklung der Schülerzahl zwingt zu diesem Schritt, wechseln zum nächsten Schuljahr nur zwei der 40 Viertklässler in die Hauptschule. An eine Zuweisung von Lehrerstunden ist da nicht mehr zu denken. „Wir haben selbst gesehen, es geht so nicht mehr“, bedauerte nicht nur Rektorin Susanne Hermanski.

Kooperation Aktuell besuchen 42 Schüler die Bildungseinrichtung. Rückläufige Zahlen - ab 2009/10 werden es nur noch 28 Schüler sein - haben sich abgezeichnet. Deshalb hat sich die Gemeinde 2008 Gedanken über eine Kooperation gemacht. Beim Nachbarn Flein mit seinen derzeit 63 Hauptschülern, die ebenfalls in den Stufen fünf und sechs sowie sieben und acht in Kombiklassen unterrichtet werden, ist Talheim abgeblitzt. Nicht so in Ilsfeld. Ab nächstem Schuljahr gehen die 21 Talheimer Fünft- bis Achtklässler dort zum Unterricht, die künftigen sieben Neuner können ihren Abschluss noch am Wohnort machen.

Werkrealschule Wenn auch nicht offiziell auf dem Papier, so doch in der Praxis wird ab Sommer 2011 die erste Hauptschule in Stadt und Landkreis Heilbronn geschlossen, Talheim wird nur noch Grundschule mit aktuell 173 Kindern sein. „Alle Seiten können davon profitieren“, sagt Gabriele Leisterer, Rektorin der Grund- und Hauptschule Ilsfeld mit 434 Schülern zur Kooperation. Mit den Talheimern setzt Ilsfeld auf Zweizügigkeit, Grundvoraussetzung für die Werkrealschule. Der Heilbronner Schulaufsichtsamtsleiter Wolfgang Seibold sieht auch die Hauptschule Beilstein auf der Kippe. Die Stadt diskutiert mit Oberstenfeld und Großbottwar über eine gemeinsame Werkrealschule. bif