25 000 Euro für eine Rakete bei Experimenta

Heilbronn - Rund 150 Exponate wird die Lern- und Erlebniswelt Experimenta in Heilbronn haben, die am Donnerstag eingeweiht wird. Eines davon bezahlt der Landkreis.

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Heilbronn - Rund 150 Exponate wird die Lern- und Erlebniswelt Experimenta in Heilbronn haben, die am Donnerstag eingeweiht wird. Eines davon bezahlt der Landkreis. Der Schul- und Kulturausschuss des Kreistags genehmigte jetzt bei einer Gegenstimme 25.000 Euro Herstellungskosten für das Exponat Wasserstoffrakete (Foto: Veigel). Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Lampoldshausen steuert die Entwicklung sowie die künftige personelle Betreuung des Exponats bei.

Diskussion

Ganz ohne Diskussion ging die Sache nicht über die Bühne, zumal die Rakete schon fertiggestellt ist, die Räte aber erst jetzt gefragt wurden. Keine böse Absicht, sondern ein Terminproblem, weil der Ausschuss erst jetzt tagte, versicherte Landrat Detlef Piepenburg.

Die Idee fanden alle gut - schließlich dürften auch viele Schüler aus dem Landkreis die neue Einrichtung besuchen und so meinte Bruno Spohrer (FWV/FDP): "Investitionen in Bildung tragen die meisten Zinsen." Doch einige Räte wollten Klarheit über mögliche Folgekosten. Einer, Manfred Hebeiß (CDU), wollte diese kommunale Finanzierung grundsätzlich nicht mittragen, Kreisrätin Heidi Scharf-Giegling (SPD) sah hingegen ein gutes Zeichen darin. Bei Gesamtkosten von 31 Millionen Euro, finanziert von der Stadt Heilbronn und der Dieter-Schwarz-Stiftung, sei das ein "symbolischer Beitrag". Da sei es gut, ein Experiment zu bezahlen, statt pauschal eine Summe zu gewähren.

Präsenz zeigen

Folgekosten gebe es nicht, stellte der Landrat klar und auch, dass das Geld nicht an eine andere Kommune, also die Stadt Heilbronn, gehe, sondern direkt an die Experimenta. Man könne auf diese Weise als Landkreis in der Ausstellung präsent sein und mit Blick auf DLR zeigen, "dass wir tolle Firmen bei uns haben". kal

Weitere Infos unter www.experimenta-heilbronn.de