"Von 399 Euro kann man nicht dauerhaft leben"

Ein-Euro-Jobs
Arbeitsfähige Sozialhilfeempfänger säubern im Rahmen des Ein Euro Programms der Hansestadt in Hamburg einen Spielplatz. Die Finanzmittel für sogenannte Ein-Euro-Jobs wurden in den vergangenen Jahren drastisch gekürzt. Ein schwerer Fehler, meint die Aufbaugilde. Foto: Maurizio Gambarini (dpa)  

Heilbronn  Im Stimme-Interview spricht Aufbaugilde-Chef Hannes Finkbeiner über die Fehler und Folgen der Hartz-IV-Reform zehn Jahre nach ihrer Einführung.


Auch wenn die Arbeitslosenzahlen seit der Hartz-IV-Reform deutlich gesunken sind, haben Langzeitarbeitslose kaum profitiert. Hannes Finkbeiner, Geschäftsführer der Aufbaugilde Heilbronn-Franken, fordert im Gespräch mit unserem Redakteur Jürgen Paul daher einen zweiten Arbeitsmarkt. Herr Finkbeiner, wie fällt die Bilanz von zehn Jahren Hartz IV aus Sicht eines Beschäftigungs- und Bildungsträgers aus? Hannes Finkbeiner: Es war und ist eine sehr einschneidende Reform, die immer noch