Landkreis-Zahlen besser als erwartet

Region  Der Landkreis Heilbronn bleibt wirtschaftlich auf Kurs. Der Jahresabschluss für 2015 offenbart keine wesentlichen negativen Entwicklungen. Landrat Detlef Piepenburg nennt das Ergebnis "ordentlich".

Das Ergebnis hat sich sogar verbessert: von 4,2 auf 7,4 Millionen Euro. Möglich machten dies höhere Einnahmen bei der Grunderwerbsteuer, bei den Gebühren, außerdem mussten niedrigere Abschreibungen bezahlt werden.

Landrat Detlef Piepenburg sprach bei der gestrigen Kreistagssitzung in Siegelsbach von einem "ordentlichen Ergebnis." Im Jahresabschluss schreibt er: "Trotz den äußerst schwierigen Rahmenbedingungen ist es erneut gelungen, für die Zukunft finanzielle Spielräume zu wahren." Zum Ende 2014 rechneten die Kreisräte noch damit, dass der Landkreis 2015 bis zu 17 Millionen Euro neue Kredite aufnehmen muss. Diese Ermächtigung wurde nur zum Teil in Anspruch genommen. Der Schuldenstand Ende 2015 betrug 48,8 Millionen Euro − weit weniger als gedacht. Der Planansatz war von fast 65 Millionen Euro ausgegangen.

Schüler

Die Kreisräte nahmen überplanmäßige Ausgaben zur Kenntnis. 5,3 Millionen Euro waren als Rückstellungen einzuplanen für die Bereitstellung von Unterkünften für Asylbewerber und Flüchtlinge. Der Landkreis bekommt Ausgaben für Flüchtlinge allerdings vom Land ersetzt. Nicht im Etat vorgesehen waren zudem 660 000 Euro für die Schülerbeförderung. Auch diesen Betrag segnete das Gremium ab.

In der Zukunft sieht Landrat Piepenburg einige Herausforderungen auf den Landkreis zukommen. Dazu zählt er die Integration der anerkannten Flüchtlinge. Piepenburg rechnet damit, dass die Ausgaben im Sozialbereich weiter steigen werden, da "anerkannte Asylbewerber ab 2016 verstärkt solche Leistungen in Anspruch nehmen werden". Aber auch bei der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung, die Hilfe zur Pflege oder die Grundsicherung im Alter erfordern angesichts der demografischen Entwicklung größere Anstrengungen. bor