Der Kreuzigung Jesu im Idyll gedacht

Heilbronn  Auf den Spuren des Leidensweges Jesu Christi durch das Idyll: 108 Christen zogen am Karfreitagabend auf einem besonderen ökumenischen Kreuzweg der Jugend durch das Köpfertal.

Der Kreuzigung Jesu im Idyll gedacht
Ein Holzkreuz ist mit dabei: In einer besonderen Atmosphäre erinnerten gut 100 Christen im Köpfertal an die Leidensgeschichte von Jesus.Foto: Andreas Veigel

Auf dem Weg entlang des sanft plätschernden Köpferbaches erinnerten die Gläubigen an sieben Stationen an die Kreuzigung und den Tod von Jesus.

Abwechselnd trugen einzelne Gruppenmitglieder ein rund 2,30 Meter großes Holzkreuz als Symbol. Das Nachdenkliche an Karfreitag und die fröhliche Feier an Ostern gehörten untrennbar zusammen, betonte Jonas Keller, Jugendreferent im Evangelischen Jugendwerk Heilbronn. Das Kreuz stehe für das Leiden Jesu, für seinen Tod, sei aber auch ein Zeichen der Liebe. Mit Gitarren und Querflöte umrahmten einige Marschierer den Spaziergang. Eine Schweigestrecke wurde gesondert angekündigt.

Aus Eberstadt angereist war die Familie Wild. Sie wolle diese andere Form des Gedenkens an Karfreitag einmal miterleben, erklärte Tanja Wild. Seit Jahren dabei ist Jenny Arndt (23). Für die Studentin, seit ihrem neunten Lebensjahr Pfadfinderin, ist dieser Kreuzweg die perfekte Einstimmung auf Ostern. "Mein Glauben", sagte sie, "findet stärker draußen statt." Deshalb sei das Gedenken in der Natur für sie auch "schöner als in einer Kirche".

Seit dem Jahr 1958 gibt es den Kreuzweg der Jugend, seit 1972 ist er ökumenisch. cf