Das Unterländer heißt jetzt Heilbronner Volksfest

Heilbronn  Das Traditionsfest wird umgetauft. Es heißt nicht mehr "Unterländer Volksfest", sondern "Heilbronner Volksfest". Der neue Name habe einen besseren Klang, sagen die Organisatoren.

Von unserem Redakteur Kilian Krauth

Das Unterländer heißt jetzt Heilbronner Volksfest
Einen kleinen Vorgeschmack auf den Rummelplatz gaben gestern am Rathaus (v.l.) Jörg Plieschke, Steffen Schoch , Peter Theilacker und Karl Maier.Foto: Mario Berger

Während der Talmarkt in Bad Wimpfen am Dienstag zu Ende ging, tauchten in Heilbronn Vorboten des erst Ende Juli beginnenden Heilbronner Volksfestes auf. Vor dem Rathaus installierte das Veranstalter-Trio Heilbronn Marketing GmbH (HMG), Göckelesmaier und Haller Löwenbräu ein kleines Zelt, eine Schiffschaukel und eine Ausschankstelle. Etliche Passanten und Besucher des Wochenmarktes nutzten die Gunst der Stunde und ließen sich frisch gebrautes Volksfest-Freibier einschenken.

Maßpreis

Auf der Theresienwiese selbst wird die Maß diesmal − wie auch auf dem Talmarkt − 7,90 Euro kosten, "also nur zehn Cent mehr als im Vorjahr", wie Festwirt Karl Maier erklärte. Angesichts ständig steigender Betriebskosten, aber auch mit Blick auf vergleichbare Rummelplätze meinte Maier, es sei "ein Wunder, dass wir noch unter der Acht-Euro-Marke liegen". Auf dem Cannstatter Wasen zahle man heuer 9,90 Euro, auf dem Münchner Oktoberfest über zehn Euro.

Brauereichef Peter Theilacker hob hervor, dass das Festbier wegen spezieller Malze, Hopfen, durch sein Maischeverfahren und langer Gärung und Lagerung "süffiger, milder, aber noch erfrischender" als herkömmliche Biere schmecke. Gut die Hälfte der insgesamt 90.000 Liter würden auf Flasche abgefüllt.

Umgetauft

Auffälligste Neuerung auf der Theresienwiese: Das Traditionsfest wird umgetauft. Es heißt nicht mehr "Unterländer Volksfest", sondern "Heilbronner Volksfest". "Mit dem Namen der Stadt kann jeder was anfangen", begründete Festwirt Maier die Änderung. Außerdem habe Heilbronn durch seine zahlreichen Großprojekte bis hin zur Buga 2019 derzeit − im Gegensatz zu "Unterland" − inzwischen überregional einen guten Klang. Das sahen auch Geschäftsführer Steffen Schoch, Veranstaltungsmanager Jörg Plieschke und Pressereferentin Sara Furtwängler von der HMG so.

Eröffnet wird der zehntägige Festreigen am Freitag, 29. Juli, 17.30 Uhr, mit dem Fassanstich. Nach der missglückten Premiere nimmt Oberbürgermeister Harry Mergel den Hammer zum zweiten Mal in die Hand, während der schwäbische TV-Komiker Christoph Sonntag Witze reißt. Im 2000 Personen fassenden Zelt stehen fast alle Tage unter einem Spezialmotto: von Trachten über Sport und Sparen bis hin zu zwei erstmals angesagten SWR-3-Partys. Unter rund 100 Schaustellergeschäften findet sich nach einigen Jahren der Abwesenheit wieder ein − 48 Meter hohes − Riesenrad.

Sicherheit

Bei der Programm-Präsentation hob Polizeirevierleiter Thomas Nürnberger die guten und vergünstigten HNV-Angebote hervor. Gleichzeitig meinte er, dass das Fest trotz des großen Besucherzustroms von oft über 200 000 pro Saison durch ein spezielles Sicherheitskonzept und verstärkte Präsenz inzwischen "vergleichsweise sicher und friedlich" sei.