Ariane-6-Triebwerkstests in Lampoldshausen

Lampoldshausen  Am DLR-Standort Lampoldshausen sollen ab 2020 Oberstufen- und Hauptstufentriebwerke der Ariane 6 geprüft werden, bevor sie sich auf den Weg ins All machen.

Von Christian Gleichauf

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Bei den Verhandlungen rund um das europäische Gemeinschaftsprojekt Ariane 6 hat die deutsche Seite offenbar einen wichtigen Erfolg verbucht. Das Raketentestzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Lampoldshausen an den sogenannten Abnahmetests für die Ariane-Triebwerke beteiligt sein. Die Zeitung beruft sich dabei auf Informationen des SPD-Bundestagsabgeordneten Josip Juratovic. 

Der Forschungsstandort in Lampoldshausen mit derzeit 670 Mitarbeitern hat damit über das Jahr 2020 hinaus Planungssicherheit. In der Entwicklungsphase der Ariane 6 spielt er schon bisher eine zentrale Rolle. Er verfügt über einen europaweit einzigartigen Vakuumprüfstand und testet auch das große Hauptstufentriebwerk Vulcain, das sowohl bei der Ariane 5 als auch bei der Ariane 6 zum Einsatz kommt. 

Nun werden auch die Triebwerke, die ab 2020 bei den Starts von Ariane-6-Raketen tatsächlich zum Einsatz kommen, in Lampoldshausen getestet. Diese Aufgabe teilt sich der deutsche Standort mit dem französischen Standort Vernon in der Normandie. Rund zehn Starts von Ariane-6-Raketen sind ab 2020 pro Jahr geplant. Jedes fertige Triebwerk wird dann einmal kurz auf dem Prüfstand gezündet, bevor es sich auf den Weg ins All macht. 

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, Brigitte Zypries (SPD), koordiniert die Verhandlungen der deutschen Seite mit den anderen Mitgliedsstaaten der europäischen Weltraumorganisation ESA. In den vergangenen Monaten hatte sie bereits weitere Aufträge für deutsche Standorte sichern können. Auf der Tagesordnung der diesjährigen ESA-Ministerratskonferenz sind neben der Ariane 6 auch die Unterstützung der internationalen Raumstation ISS bis 2024.

 

So sieht ein Raketenantriebstest aus der Ferne aus:

 
 
 
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