Neckarwestheim
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Angerostetes Fass mit radioaktiven Abfall gefunden

Neckarwestheim - Die EnBW überprüft im GKN Abfallfässer für radioaktiven Müll. Hintergrund sind Information über beschädigte Fässer, die in einem Lager für radioaktive Abfälle im Kernkraftwerk Brunsbüttel festgestellt wurden.

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Neckarwestheim - Die EnBW überprüft Abfallfässer für schwach- und mittelradioaktiven Müll. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Hintergrund sei die Information über beschädigte Fässer, die bei Inspektionen in einem Lager für radioaktive Abfälle im Kernkraftwerk Brunsbüttel festgestellt worden waren.

Insgesamt lagerten an den Standorten der EnBW-Kernkraft GmbH (EnKK) rund 7000 dieser Behälter.

Bei den laufenden Überprüfungen sei nun an einem mit Schlamm gefüllten Rollreifenfass in Neckarwestheim Korrosion festgestellt worden. Aus dem Fass seien keine Stoffe ausgetreten. Der Befund werde als nicht meldepflichtig eingestuft.

Unterdessen hat das Umweltministerium eine Anfrage von Franz Wagner von der Energiewende Heilbronn zum Zwischenlager beantwortet. Die Auskunft: Die Standfestigkeit der GKN-Anlage in Neckarwestheim sei auch langfristig sichergestellt.

Wagner hatte in einem Brief an Minister Franz Untersteller darauf hingewiesen, dass die Betonqualität beim Bau des Lagers von den Vorgaben abgewichen ist. red

 

Hintergrund: Pannen im AKW Philippsburg

Mit mehr als zweijähriger Verspätung sind am Donnerstag zwei Pannen im Atomkraftwerk Philippsburg (Kreis Karlsruhe) bekanntgegeben worden, die offenbar ernster waren als zunächst mitgeteilt. So hat die EnBW nachträglich ein im Januar 2010 als nicht meldepflichtig eingestuftes Ereignis beim jüngeren Block II nun als Ereignis der Kategorie E (Eilmeldung) hochgestuft. Es ging damals um Probleme beim Notspeisesystem, das zur Kühlung der Anlage dient.

Zugleich teilte das baden-württembergische Umweltministerium am Donnerstag mit, dass es im Mai 2009 beim gleichen Block über mehr als zwei Wochen Mängel beim Feuerlöschsystem gegeben habe. „Dabei wurden zahlreiche Betriebsvorschriften nicht beachtet“, so die Mitteilung. Die Verantwortlichen sind an diesem Freitag zu einem Gespräch ins Umweltministerium geladen worden. lsw

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