Unterheinrieter als Freak im Fernsehen

Untergruppenbach - Wer würde freiwillig an einer Sendung mit dem Namen „Das Model und der Freak“ teilnehmen, wenn die Rolle des Models schon vergeben ist? Der Unterheinrieter Marko Buzin. Vergangene Woche wurde die Sendung auf Pro Sieben ausgestrahlt.

Von Sara Furtwängler


Freak

Untergruppenbach - Wer würde freiwillig an einer Sendung mit dem Namen „Das Model und der Freak“ teilnehmen, wenn die Rolle des Models schon vergeben ist? Der Unterheinrieter Marko Buzin. Vergangene Woche wurde die Sendung auf Pro Sieben ausgestrahlt. Seither ist der schüchtern wirkende Mann eine Art Berühmtheit. „Sogar der Mann vom Pizzaservice hat mich erkannt und gesagt, dass ihm die Sendung gefallen hat“, erzählt der 33-Jährige. 350 neue Facebook-Freunde hat er als Reaktion auf die Show.

Verwandlung

Das Konzept der Sendung: Ein Freak, ein außergewöhnlicher, meist wenig selbstbewusster junger Mann, stellt sich einem Model. Unter ihren Anweisungen muss er Prüfungen erfüllen, die ihm dabei helfen sollen, selbstbewusster zu werden. Damit die Verwandlung auch fernsehtauglich ist, werden die Freaks neu eingekleidet und erhalten einen neuen Haarschnitt. Der Zuschauer amüsiert sich über den in der Sendung 40 Minuten dauernden Weg vom trotteligen, unsicheren Mann zum idealerweise später selbstbewussten Frauentyp.

Angst, dass man sich über ihn lustig machen würde hatte Buzin nicht. „Ich wusste auf was ich mich einlasse.“ Jetzt, wo er die Sendung gesehen hat, etwa einen Monat nach der eine Woche dauernden Drehphase, findet er: „Ich bin gut weggekommen.“ Und auch fürs Leben habe er Tipps mitgenommen. Zum Beispiel den Klamottenstil, den das Model Annica Hansen ihm bei einer gemeinsamen Shopping-Tour im heilbronner Geschäft Burnside angeraten hat. Den Haarschnitt gab’s beim heilbronner Friseur Lothar Metz.

Langzeit-Single

Nach eigener Aussage war Marko Buzin, der in der Sendung als einsamer Computerfreak vorgestellt wird, prädestiniert für die Rolle, denn: „Zunächst einmal bin ich IT-ler, außerdem bin ich Langzeit-Single, habe rotes Haar und einen kleinen Bierbauch.“ Buzin lebt bei seinen Eltern im Haus. Entsprechend dem Klischee hat der PC-Spezialist schrullige Hobbys. Zum Beispiel seine Haustiere. Im Wohnzimmer bewegt sich sein Chamäleon Amadeus frei auf den Zimmerpflanzen.

Auch der stattliche Leguan Krümel darf überall herumkrabbeln. Außerdem ist da noch die Königspython Alf und zwei Bartagamen im Terrarium. In seinem Zimmer finden sich allerlei Zauberutensilien und Scherzartikel. Der 33-Jährige nennt sich einen Elektro-Bastler, er schaut gerne Horrorvideos. Und ja, er wünscht sich wirklich endlich wieder eine Freundin.

Während des Drehs war Buzin rund um Heilbronn unterwegs. Auf dem Kiliansplatz musste er seine Unsicherheit überwinden und Frauen ansprechen. Die für ihn schlimmste Prüfung war der Kletterturm in Böckingen. „Ich sollte gegen meine Höhenangst kämpfen.“ Zitternd und hyperventilierend sieht man Buzin auf dem Turm sitzen, weil er sich nicht mehr nach unten traut. Was in der Sendung nicht zu sehen ist: „Das ging zwei Stunden so.“ Eine Woche Abenteuerurlaub, nennt er die Erfahrung, die er auf keinen Fall missen möchte.

>>Das Video zur Sendung