Ufo-Forscher helfen Polizei

Schon wieder: Am Samstag haben mehrere Menschen rund 20 orange-rote Lichter am Nachthimmel gesehen, die von Osten nach Westen über Weinsberg hinweg gezogen sind. Einzelne Zeugen haben daraufhin bei der Polizei angerufen

Von Adrian Hoffmann


Roland Gehardt vom Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP) hält hier in seinen Händen, was in den vergangenen Monaten immer häufiger zu Ufo-Sichtungen führte: sogenannte Himmelslaternen. Foto: Adrian Hoffmann

Schon wieder: Am Samstag haben mehrere Menschen rund 20 orange-rote Lichter am Nachthimmel gesehen, die von Osten nach Westen über Weinsberg hinweg gezogen sind. Einzelne Zeugen haben daraufhin bei der Polizei angerufen, weil sie sich das Himmelsphänomen nicht erklären konnten. Dort wiederum rief man am Sonntagmorgen bei der Ufo-Meldestelle in Mannheim an.

"Die Kollegen waren sich eigentlich sicher, dass es keine Ufos waren", sagt Polizeisprecher Rainer Köller und lacht - der Sache auf den Grund gehen wollten sie natürlich trotzdem. Ufo-Forscher Werner Walter aus Mannheim, der dem Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP) angehört, verbreitet nun im Lande voller Stolz, dass er der Polizei bei ihren Ermittlungen hat helfen können. Er spricht von einer bundesweiten Ufo-Nacht im XXL-Format.

Hier seine Erklärung des Phänomens: "Es handelt sich um sogenannte Himmelslaternen, kleine Modell-Heißluftballons, die zu einem Spottpreis zu erwerben sind und die alten Silvesterraketen so nach und nach ablösen. Da die praktisch kaum jemand kennt und niemand weiß, um was es sich dabei handelt, wenn man ihnen am Himmel begegnet, kommt es jetzt verstärkt und wie niemals zuvor in Deutschland zu Ufo-Beobachtungen." Vor allem im Mai - dem Hochzeitsmonat.