Trotz aller Leiden reicht es für Platz 18

Stockholm/Heilbronn  Ein Heilbronner Duo nimmt erfolgreich an einem Extrem-Wettkampf in Schweden teil.

Von Valerie Blass

Trotz aller Leiden reicht es für Platz 18

Querfeldein ging es über die Schäreninseln, im Bild Eberhard.

Fotos: Utö SwimRun

Zwei Tage nach dem Sportereignis, bei dem Markus Rössel nach eigenem Bekunden "gelitten hat wie ein Hund", ist er wieder in seiner Alltagsroutine. Von Heilbronn aus ist der Manager in Richtung Belgien unterwegs: der Job. Er scherzt, ist bester Laune.

Weniger als 48 Stunden zuvor klang das noch anders. Da startete Rössel (34) gemeinsam mit seinem Freund und Teampartner Fabian Eberhard (31) beim Utö-SwimRun-Wettkampf in den Schären vor Stockholm. 34 Kilometer querfeldein über die Inseln rennen, 4,3 Kilometer im Meer schwimmen - immer im Wechsel - darum geht es bei der Disziplin SwimRun.

"Das Wasser war sehr wellig", sagt Rössel, teilweise verloren die beiden den Blickkontakt in der rund zehn Grad kalten Ostsee. Er habe sich gefühlt wie bei den letzten zehn Kilometern eines Ironman, berichtet der Heilbronner, im Wasser sei ihm schlecht gewesen, beim Laufen habe er das Gefühl gehabt, er müsse stehenbleiben. "Aber ich wollte Fabian nicht enttäuschen."

Sich gegenseitig pushen

Erst nach dem Rennen stellte sich heraus - auch Eberhard war körperlich an seinen Grenzen. Trotzdem schafften es die beiden, sich gegenseitig zu pushen, wie das im Sportlerjargon heißt. Mit erstaunlichem Ergebnis: 18. wurde das Heilbronn Team mit Rössel und Eberhard - von insgesamt 207 Startern, von denen 150 ins Ziel kamen.

Am nächsten Morgen war der Wettkampf Thema im ZDF-Morgenmagazin. "Naja, wir waren schon zufrieden mit der Platzierung", sagt Rössel, grinst, und schränkt ein: "Ich hab mich vorher vielleicht ein wenig zu lange erholt." Sonst hätte es womöglich ein Platz unter den ersten zehn werden können.

Trotz aller Leiden reicht es für Platz 18

Eberhard kommt aus dem Meer nach einer Schwimmpassage, dahinter Rössel.


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