Telefonaktion zum Mindestlohn

Heilbronn  Ist der Bürokratieaufwand zu hoch? Oder dient die Dokumentationspflicht beim im Januar eingeführten Mindestlohn von 8,50 Euro der notwendigen Kontrolle? Nutzer von stimme.de können uns zu diesem Thema am Donnerstag zwischen 11.30 Uhr und 12.30 Uhr anrufen.

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Der Mindestlohn: Seit der Einführung der Lohnuntergrenze von 8,50 Euro am 1. Januar wird gestritten – aber nicht über die Höhe des Stundenlohns. Was viele Arbeitgeber auf die Palme bringt, ist die Pflicht zur genauen Dokumentation von Arbeitszeiten ihrer Angestellten.

Michael Zwickl, Geschäftsführer des Friseurbetriebs Cutting Crew mit Sitz in Heilbronn, spricht von „Schikane“ und sagt, der Staat solle sich nicht überall einmischen. Die Unionsfraktion fordert Änderungen am Mindestlohngesetz. Die Arbeitgeber sollen „vom massiven Bürokratieaufwand entlastet“ werden, heißt es in einem Antrag.

Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) und die Gewerkschaften halten dagegen. Mit der SPD werde es keinen „Mindestlohn-Light“ geben, so Nahles. Der Deutsche Gewerkschaftsbund argumentiert, ohne die genau Erfassung von Arbeitszeiten sei der Mindestlohn nicht durchsetzbar, Missbrauch werde Tür und Tor geöffnet. vbs

Mehr zum Thema in der Donnerstagsausgabe der Heilbronner Stimme.

Telefonaktion: Welche Erfahrungen machen unsere Leser mit dem Mindestlohn? Redakteurin Valerie Blass ist am Donnerstag zwischen 11.30 und 12.30 Uhr unter Telefon 07131/615-768 erreichbar. 


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