Reaktordruckbehälter wird zerlegt

Obrigheim  Obrigheim - Bei einer Infoveranstaltung informierten Land und Betreiber über die geplanten Tätigkeiten beim Rückbau des Atomkraftwerks Obrigheim. 2013 soll es losgehen.

Von Joachim Kinzinger

 

Reaktordruckbehälter wird zerlegt

Seit 2005 ist das Atomkraftwerk Obrigheim stillgelegt. Im nächsten Jahr soll der dritte Abbauschritt in der Reaktorkuppel beginnen.

Fotos: Dennis Mugler

Obrigheim - Nur mir fernbedienten Maschinen arbeiten die KWO-Mitarbeiter, die außerhalb des heißen Reaktorbereichs sitzen. Unter Wasser zerlegen Bandsägen, Umlauffräser oder Scheren das Herzstück des Atomkraftwerks Obrigheim (KWO): den Reaktordruckbehälter und das biologische Schild.

So sehen die Planungen für die dritte KWO-Abbaugenehmigung aus, welche die EnBW Kernkraft GmbH in den nächsten Monaten erwartet.

Im Rundbau informieren Land und Betreiber über die geplanten Tätigkeiten. Rund 60 Bürger und Anwohner hören zu. Kritiker aus der Initiative Atomerbe Obrigheim fordern eine "echte Öffentlichkeitsbeteiligung", nicht nur eine freiwillige Unterrichtung.

Reaktordruckbehälter wird zerlegt

KWO-Manager Manfred Möller informiert die Bürger über die EnBW-Pläne.

"Wir gehen neue Wege, um zu informieren", betont Ministerialdirektor Helmfried Meinel vom Umweltministerium. Das gesamte Rückbau-Verfahren könnten Bürger hinterfragen.

Ins Detail der Planungen geht Dr. Manfred Möller, der Technische KWO-Geschäftsführer. Der Rückbau des Herzstücks sei eine komplexe Ingenieuraufgabe. "Wir erwarten im Laufe der zweiten Jahreshälfte die Genehmigung", sagt der KWO-Manager. 2013 soll es losgehen.

Gertrud Patan von der BI Atomerbe fordert: Dass die Behörde auf kritische Einwände eingeht. Dass die dritte Genehmigung nicht erteilt wird, solange die Klage vor dem VGH Mannheim gegen den zweiten Schritt (wir berichteten) nicht entschieden ist.