Neuer Besitzer zieht mit Familie in die Burg

Möckmühl  Einst war sie ein Zuhause des berühmten Götz von Berlichingen, jetzt hat in der Burg Möckmühl abermals der Eigentümer gewechselt.

Von Petra Müller-Kromer

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Die Burg in Möckmühl ist verkauft. Der neue Besitzer, der ehemalige Investmentbanker Dierk Seckel aus Frankfurt, hat sich als Geschäftsführer der Griffin GmbH auf den Kauf von Immobilien spezialisiert. Er verfüge über einen großen Bestand von Appartements und Hotels, auch in Südostasien, will die Burg aber privat nutzen und zieht mit seiner Familie ein. Ursprünglich stammt er aus Baden-Württemberg.

Das berichtet Andreas Franzke, Inhaber von Falc Immobilien in Heilbronn, der das mittelalterliche Gemäuer vermittelt hat und nach eigener Aussage auf ungewöhnliche Objekt im Raum Heilbronn, bundesweit und im Ausland spezialisiert ist.

Kaufpreis: 1,9 Millionen Euro

Die Burg sei in mehr als 100 Internetbörsen dargestellt gewesen, auch in der Heilbronner Stimme. Kostenpunkt: 1,9 Millionen Euro. "Wir konnten den Kaufpreis, den der Besitzer erzielen wollte, übertreffen", sagt Franzke. Die Übergabe der Burg habe schon stattgefunden. Insgesamt habe die Vermarktung ein Jahr gedauert, erzählt Franzke. In dieser Zeit habe es viele Interessenten, Gespräche und Besichtigungen gegeben. Privatleute, Prominente und Unternehmer aus dem In- und Ausland seien darunter gewesen. Und auch eine Präsidentin eines selbsternannten Staates ohne Staatsgebiet.

Dem seitherigen Inhaber, Alexander Dragilev, einem aus Russland stammenden Israeli und Hare-Krishna-Mönch, sei der Standort Möckmühl für seine religiöse Bewegung nicht international genug gewesen, so Franzke. Dragilev hatte die 1251 erstmals erwähnte Anlage 2011 gekauft.