Millionen für Krankenhäuser in der Region

Region/Stuttgart  Die Krankenhäuser in der Region Heilbronn machen in diesem Jahr einen großen Schritt nach vorne. Über 40 Prozent der vom Land geförderten Bauinvestitionen fließen in Einrichtungen im Stadt- und Landkreis Heilbronn sowie im Hohenlohekreis.

Von Michael Schwarz

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Insgesamt fördert das Stuttgarter Sozialministerium 2017 landesweit Krankenhaus-Investitionen in Höhe von rund 687,5 Millionen Euro. Aus der Region stehen dabei Projekte mit einem Gesamtvolumen von 288,6 Millionen auf der Liste.

Wie hoch die Förderung der einzelnenen Projekte sein wird, ist noch unklar. Sicher ist: Insgesamt wird Grün-Schwarz in diesem Jahr Zuschüsse in Höhe von 318,8 Millionen Euro an die baden-württembergischen Krankenhäuser ausbezahlen. Gefördert werden 17 Projekte. Dies geht aus zwei Kabinettsvorlagen für die Sitzung des grün-schwarzen Ministerrats am nächsten Dienstag hervor. Die Papiere liegen der Heilbronner Stimme vor.

„Die Realisierung dieser Projekte wird zu einer deutlichen Verbesserung der Versorgungsstrukturen im Krankenhaussektor in Baden-Württemberg beitragen“, erklärt Landessozialminister Manfred Lucha (Grüne).

Mehr als 150 Millionen Euro für SLK-Kliniken

Vom SLK-Klinikum am Gesundbrunnen wurden für die zweite Tranche des Neubaus Kosten in Höhe von rund 153,26 Millionen Euro angemeldet. Der zweite Bauabschnitt beinhaltet unter anderem die Untersuchungs- und Behandlungsräume der Dermatologie, Neurologie und Urologie.

Rund 23,2 Millionen Euro Kosten entstehen durch die Schließung des Standorts Brackenheim, dessen Angebote das SLK-Klinikum am Gesundbrunnen übernehmen soll. Die Summe setzt sich aus der Verlagerung der stationären Versorgung an den Gesundbrunnen und dem Neubau des Gesundheitszentrums in Brackenheim zusammen.

Ähnlich sieht die Situation für das Krankenhaus in Möckmühl aus, das ebenfalls geschlossen werden soll. Für diesen Standort wurde für die Verlagerung der stationären Versorgung an das Klinikum am Plattenwald in Bad Friedrichshall und den Neubau des Möckmühler Ärztehauses etwa ein Bedarf von 14,67 Millionen Euro angemeldet.

97,4 Millionen Euro für Hohenloher Krankenhaus 

Ein weiterer hoher Betrag wird für das Hohenloher Krankenhaus benötigt. Hier wurden Investitionskosten in Höhe von rund 97,4 Millionen Euro angemeldet. Diese beinhalten die Kosten für die Schließung des Künzelsauer Krankenhauses und die Verlagerung der stationären Versorgungskapazitäten der beiden Fachabteilungen Chirurgie und Innere Medizin sowie weiterer Abteilungen an den Standort Öhringen. In Öhringen wird zudem auch ein Neubau gefördert. In Künzelsau soll im Gegenzug ein Medizinzentrum entstehen.

Die Finanzmittel, mit denen das Land die Investitionen an den 17 Standorten fördert, bestehen zum einen aus dem Jahreskrankenhausbauprogramm der grün-schwarzen Landesregierung. Hier zahlt das Land aus seiner Kasse wie im Vorjahr einen Betrag in Höhe von 255 Millionen Euro aus. Hinzu kommt noch der Zuschuss des Bundes über den Krankenhausstrukturfonds in Höhe von 63,7 Millionen Euro. Diesen Betrag muss Stuttgart für Projekte zur Steigerung der Effizienz im Krankenhaussektor verwenden. Der Bund stellt den Ländern in diesem Jahr insgesamt 500 Millionen Euro für diesen Krankenhausstrukturfonds zur Verfügung. Die 63,7 Millionen für Baden-Württemberg kommen durch die Verteilung über den sogenannten Königsteiner Schlüssel zustande.

Im Landeshaushalt sieht Grün-Schwarz in diesem Jahr Ausgaben – dies umfasst nicht nur Bauprojekte – für die Krankenhäuser in Höhe von 461 Millionen Euro vor. 

Die Träger werden laut Lucha „nach entsprechender Beschlussfassung im Ministerrat“ darüber informiert, dass sie in die vom Land geförderten Programme aufgenommen wurden.