Landesverkehrsminister sagt Region Unterstützung zu

Region  Es war eine der letzten Amtshandlungen des scheidenden Heilbronner Oberbürgermeisters: Gemeinsam mit hochrangigen Vertretern aus Heilbronn-Franken war Helmut Himmelsbach am Donnerstag in Stuttgart bei Landesverkehrsminister Winfried Hermann, um über die vielen Verkehrsprobleme in der Region zu sprechen.

Von unserem Redakteur Christian Gleichauf

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A 6-Neckartalübergang bei Heilbronn: Ein Neubau ist erforderlich. Derzeit werden die Schäden von Gutachtern unter die Lupe genommen.

Eine vage, aber wichtige Zusage des Ministers brachten sie mit: Bis zur Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn soll die marode A 6-Neckartalbrücke zumindest provisorisch wieder sechsspurig befahrbar sein.

Startschuss

Er habe in allen Punkten "hohe Übereinstimmung" feststellen können, erklärte Himmelsbach anschließend. Was die desolate A 6-Autobahnbrücke anbelangt, so reagierte das Regierungspräsidium Stuttgart am Freitag umgehend: das Planfeststellungsverfahren werde "dieser Tage" eingeleitet. Das sei der Startschuss, so Regierungspräsident Johannes Schmalzl. Der Minister erklärte, wenn alles glatt laufe, könne mit dem Bau der neuen Brücke 2017 begonnen werden. Die Fertigstellung hänge davon ab, wie schnell die vom Bund beabsichtigte private Finanzierung als sogenanntes ÖPP-Projekt gestartet werden könne. Zusätzlicher Lärmschutz, der bei einer Bauzeit von über zwei Jahren insbesondere für die Neckarsulmer Christian-Schmidt-Schule dringend notwendig ist, wird vom Minister ausdrücklich unterstützt.

Privater A6-Ausbau

Nachdem Anfang des Monats bereits ein Gespräch von Regionsvertretern mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt stattgefunden hatte und dieser eine private Finanzierung des A 6-Ausbaus zwischen dem Weinsberger Kreuz und der bayrischen Landesgrenze favorisiert hatte, wurde in diesem Punkt nun Konsens erreicht. Hermann erklärte, diese Finanzierungsform unter diesen Umständen zu akzeptieren, da der Ausbau dieser wichtigen Ost-West-Verbindung im Landesinteresse liege.

Was das Teilstück der A 3 Richtung bayrischer Grenze betrifft, sei Baden-Württemberg jederzeit zu einem gemeinsamen Ausbau mit Bayern bereit. Hermann werde dies auch seinem Berliner Kollegen Dobrindt nochmals schriftlich mitteilen.

Im Bereich der Neckarschleusen werde das Land die Wünsche der Region auf einen abgestimmten Zeitplan nachdrücklich unterstützen. Der demnächst notwendige Neubau der maroden Schleuse Besigheim soll bereits zukunftsgerichtet auf die Länge von 135 Metern ausgelegt sein. Um dem Thema Neckar mehr Gehör zu verschaffen, möchte Hermann spätestens 2015 eine große Neckarkonferenz initiieren - zum Beispiel in Heilbronn.

Die Delegation

Mitgereist sind neben dem Heilbronner OB Helmut Himmelsbach die Landräte Detlef Piepenburg (Heilbronn), Gerhard Bauer (Schwäbisch Hall), Matthias Neth (Hohenlohe), IHK-Präsident Harald Unkelbach und der Präsident der Handwerkskammer, Ulrich Bopp.

Hermann sagt der Region seine Unterstützung zu

Der A?6-Neckartalübergang wird ersetzt, das Planfeststellungsverfahren wurde bereits eingeleitet. Bis zur Buga 2019 soll das Provisorium stehen.

Foto: Archiv/Gleichauf

 

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