Kreisbrandmeister: „Das packt keine normale Wasserversorgung“

Löwenstein - Sieben Wehren beteiligten sich am verzweifelten Kampf gegen die Flammen. Probleme bereitete die Wasserversorgung. Warum gab es zu wenig Wasser beim Löscheinsatz in Löwenstein? Darüber gibt Kreisbrandmeister Uwe Vogel Auskunft.

Am Klinikum Löwenstein wird Löschwasser getankt. Foto: Christian Kollmar


Löwenstein - Sieben Wehren beteiligten sich am verzweifelten Kampf gegen die Flammen. Probleme bereitete die Wasserversorgung. Warum gab es zu wenig Wasser beim Löscheinsatz in Löwenstein? Darüber sprach Carsten Friese mit Kreisbrandmeister Uwe Vogel.

Bürger kritisieren, dass zu wenig Wasser aus den Feuerwehrschläuchen kam. Was war das Problem?

Uwe Vogel: Das Szenario, das der Gesetzgeber vorgibt, reicht bei einem solchen Brand mit vier Häusern nicht aus. Wassersammelbehälter mit mehreren 100 Kubikmetern Löschwasser waren den gesetzlichen Vorgaben entsprechend vorhanden, der Löschwassereinsatz hat sich aber dramatisch erhöht. Da sind wir an die Grenzen gekommen.


Sie mussten Nachschub anfordern.

Vogel: Wir haben wasserführende Fahrzeuge aus Neckarsulm und Heilbronn angefordert, Wassertanks von Landwirten genutzt und eine rund zwei Kilometer lange Leitung vom alten Freibad in die Ortsmitte gelegt.


Wie viel Wasser wurde eingesetzt?

Vogel: In Spitzenzeiten waren es sicher 5000 Liter pro Minute. Das packt keine normale Wasserversorgung in einer Gemeinde.


Der fehlende Abstand zwischen den Gebäuden hat es dem Feuer leicht gemacht, überzugreifen.

Vogel: Es ist ein weit verbreitetes Problem in historisch gewachsenen Ortsteilen im Landkreis. Tun kann man dagegen nichts.


Wie viele Kräfte müssen hier in der Nacht Brandwache halten?


Vogel: Es sind so viele Dinge, die sich noch entzünden können. Etwa 20 Feuerwehrkräfte sollten es mit entsprechener Ausrüstung sein.