Kosten und Nutzen von Zabergäubahn grob abschätzen

Region  Region - Das Gutachten zum Nahverkehr im Zabergäu soll eine zusätzliche Frage beantworten: Welchen Kosten-Nutzen-Faktor würde eine Reaktivierung der Bahnstrecke von Lauffen nach Zaberfeld ungefähr bringen?

Kosten und Nutzen von Zabergäubahn grob abschätzen

Bei Pfaffenhofen ist schon lange kein Zug mehr gefahren.

Foto: Archiv/Veigel

Region - Das Gutachten zum Nahverkehr im Zabergäu soll eine zusätzliche Frage beantworten: Welchen Kosten-Nutzen-Faktor würde eine Reaktivierung der Bahnstrecke von Lauffen nach Zaberfeld ungefähr bringen?

Auf Basis der Untersuchungsergebnisse will der Verwaltungsausschuss des Kreistags gegen Ende des Jahres über das weitere Vorgehen in Sachen Zabergäubahn beraten.

Das Verkehrswissenschaftliche Institut (VWI) hat den Auftrag für das Gutachten erhalten. Ziel ist, den Nahverkehr im Zabergäu weiter zu verbessern und zu prüfen, zu welchen Kosten die Stadtbahn welche Rolle spielen könnte.

"Die Gutachter sollen eine grobe Schätzung des aktuellen Kosten-Nutzen-Faktors vornehmen", sagte Landrat Detlef Piepenburg. Er verspricht sich Hinweise darauf, welche Chancen das Projekt hätte, vom Land gefördert zu werden.

Grundsätzlich gilt: Der Quotient, der den volkswirtschaftlichen Nutzen dokumentiert, muss höher sein als 1,0. Bislang ging die Landkreisverwaltung von einem Wert von 1,44 aus. Dieser stammt aus der sogenannten standardisierten Bewertung aus dem Jahr 2002.

Staatssekretärin Dr. Gisela Splett hatte den Landrat aber darüber informiert, dass das Land diese Bewertung nicht mehr akzeptiert, weil sich einige Rahmenbedingungen geändert haben. In ihrem Brief macht Splett insgesamt wenig Hoffnung auf eine rasche Förderzusage.