Kommentar: Neue Welt

Heilbronn  Es ist bemerkenswert und überraschend, wie Kaufland auf die Vorwürfe, die seit Anfang des Jahres im Raum stehen, reagiert.
Ein Kommentar von Christian Gleichauf

Es ist bemerkenswert und überraschend, wie Kaufland auf die Vorwürfe, die seit Anfang des Jahres im Raum stehen, reagiert. 

Die Geschäftsführung des international operierenden Großkonzerns biegt sich die Realität nicht zurecht, versucht nicht mit Bauernopfern Aktivität vorzutäuschen. Vielmehr nehmen die Kaufland-Manager ernst, was rund um Möckmühl ans Tageslicht kam.

Sie haben nach Lösungen gesucht. Und sie sprechen darüber: Das ist neu – und auch eine Reaktion auf eine veränderte Welt. Die Öffentlichkeit lässt sich nicht mehr ausschließen. Kaufland setzt also klare Botschaften, an denen sich der Konzern messen lassen muss. 

Das ist mit Risiken verbunden. Große und kleine Konkurrenten in der Fleischverarbeitung und im Handel arbeiten ebenfalls mit Werkverträgen und den damit häufig verbundenen ausbeuterischen Strukturen. Der Kostendruck bleibt also.

Weil Kaufland jetzt aber konsequent für seine hohen Ansprüche einsteht, können diese Standards wohl erstmalig auch zu einem wirklich guten Image beitragen.

Ihre Meinung? christian.gleichauf@stimme.de

 

 


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