Jennifer Glaser ist neues Heilbronner Käthchen

Heilbronn - Das neue Käthchen von Heilbronn heißt Jennifer Glaser. Die 20-Jährige hat sich bei der Wahl am Samstagabend gegen ihre acht Mitbewerberinnen durchgesetzt. Zu ihren Stellvertreterinnen wurden Kerstin Beil (18) und Nicole Kapitza (21) gekürt.

Von unserer Redakteurin Franziska Feinäugle

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Heilbronn - Das neue Käthchen von Heilbronn heißt Jennifer Glaser. Die 20-Jährige hat sich bei der Wahl am Samstagabend gegen ihre acht Mitbewerberinnen durchgesetzt und wird ihre Heimatstadt für die nächsten beiden Jahre als Repräsentantin vertreten. Zu ihren Stellvertreterinnen wurden Kerstin Beil (18) und Nicole Kapitza (21) gekürt.

Improvisierte Rede

Die neun Kandidatinnen für das Amt der Heilbronner Symbolfigur mussten sich im Lauf des Wahlabends in der Heilbronner Harmonie nicht nur den Fragen der Jury stellen. Ihre Schlagfertigkeit und Kenntnisse wurden auch getestet, indem sie Stichworte ziehen mussten, die es in eine kleine, etwa 30 Sekunden dauernde Rede einzubauen galt.

Die Käthchenwahl fand bereits zum dritten Mal in der von der Kreissparkasse Heilbronn präsentierten Veranstaltungsreihe „Fantastic Moments – das Festival der Sinne“ statt. Eingerahmt wurde die Veranstaltung von einem abwechslungsreichen Programm, an dem das Theater Heilbronn und verschiedene Musikgruppen beteiligt waren.

Letzter Auftritt

Für das bisher amtierende Käthchen Angela Covato und ihre Stellvertreterinnen Rebecca Posovszky und Christina Zovko war der Wahlabend der letzte Auftritt im Käthchenkleid: Angela Covato und Christina Zovko haben jetzt das mündliche Abitur vor sich, Rebecca Posovszky lernt bereits an der Polizeischule in Göppingen.

Das Käthchen und ihre Stellvertreterinnen

  • Jennifer Glaser, Heilbronn-Neckargartach, 20 Jahre, Auszubildende bei der Firma Rala, Heilbronn

  • Kerstin Beil, Heilbronn-Neckargartach, 18 Jahre, Auszubildende bei der Stadt Heilbronn

  • Nicole Kapitza, Heilbronn-Sontheim, 21 Jahre, Studentin Politik, Französisch, Physik (Lehramt)

 

Nachgefragt: „Kleists Figur imponiert durch ihre Ausdauer“

Selbst als sie bereits zu dritt in Käthchenkostümen zwei Ehrenrunden im Harmoniesaal drehten, wussten die jungen Frauen noch nicht, welche von ihnen die meisten Stimmen bekommen hatte. Unsere Redakteurin Franziska Feinäugle hat sich direkt nach dem spannenden Wahlabend mit dem neuen Hauptkäthchen Jennifer Glaser unterhalten.

Wie war das, als Ihnen hinter der Bühne gesagt wurde, dass Sie eine der drei Gewählten sind?

Jennifer Glaser: Wir standen alle in einer Reihe, und Bernhard Winkler hat sechs von uns eine Käthchenpuppe überreicht, den Trostpreis. Ich sagte mir: Du hast keine Puppe bekommen – das heißt, du bist dabei! Es war ein bisschen unwirklich.

Waren die anderen sehr traurig?

Glaser: Sie haben es gefasst aufgenommen. Geweint hat keine.

Was ging in Ihnen vor, als Sie auf der Bühne erfuhren, dass Sie das neue Hauptkäthchen sind?

Glaser: Ich konnte es kurz gar nicht fassen. Ich war einfach mit der Einstellung angetreten, dabei zu sein ist alles. Aber es ist natürlich toll! Wir werden eine unvergessliche Zeit miteinander haben.

Wer hat besonders mitgefiebert?

Glaser: Alle, von den Arbeitskollegen über Eltern und Verwandte bis hin zu den Leuten, von denen ich das Kleid für den Wahlabend mit guter Beratung bekommen habe.

Was machen Sie daheim als Erstes?

Glaser: Etwas essen. Und dann schlafen. Der Tag war wirklich anstrengend jetzt.

Wann ist Ihr erster Käthchentermin?

Glaser: Gleich jetzt am Montag, bei der Seniorenfeier in der Harmonie.

Haben Sie Kleists Schauspiel „Käthchen von Heilbronn“ schon einmal gesehen?

Glaser: Nein, leider noch nicht.

Welche Eigenschaft der literarischen Figur Käthchen ist in Ihren Augen noch heute vorbildhaft?

Glaser: Ihr Ausdauervermögen. Sie gibt einfach nicht auf.

 

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