9. Trollinger-Marathon: Sponsoren halten die Treue

Interview - Nur noch fünf Wochen bis zum 9. Trollinger-Marathon am 17. Mai. Cheforganisator Bernhard Winkler von der Heilbronn-Marketing-Gesellschaft sieht das Sportereignis im Gespräch mit Helmut Buchholz gut aufgestellt - trotz Wirtschaftskrise.

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Nur noch fünf Wochen bis zum 9. Trollinger-Marathon am 17. Mai. Cheforganisator Bernhard Winkler (Foto: Archiv/Veigel) von der Heilbronn-Marketing-Gesellschaft sieht das Sportereignis im Gespräch mit Helmut Buchholz gut aufgestellt - trotz Wirtschaftskrise.


Läufer müssen drei Euro mehr für die Anmeldung zum Trolli zahlen. Ein Zeichen dafür, dass das Geld knapp wird?

„Es wäre ein Fehler, sich exklusiv an einen Sponsor zu binden“
B. Winkler
Bernhard Winkler: Nein. Wir haben uns nur dazu entschlossen, dass alle Starter mit erheblichem Mehrwert sogar ein Funktionsshirt bekommen. Mit den drei Euro refinanzieren wir nur einen Teilbetrag der insgesamt fünfstelligen Summe, die uns das kostet.

Wieso machen Sie es dann?

Winkler: Für uns sind die Läufer ja auch wichtige Werbebotschafter. Wenn die mit dem Funktionsshirt trainieren, dann machen die gleichzeitig gute Werbung für uns.

Finanziell ist die Luft für Veranstaltungen, die auf Sponsoren angewiesen sind, dünner geworden.

Winkler: Ja, das stimmt. Wir sind aber froh, dass unsere Partner uns weiterhin die Treue halten. Als uns Palmbräu durch die Insolvenz weggefallen ist, hatten wir zwei Bewerber für den Ersatz. Wir haben neben unseren zwei Hauptsponsoren sieben Premiumsponsoren, zwei Dutzend insgesamt. Es gibt sogar stille Sponsoren, die uns unterstützen, aber nicht genannt werden wollen.

Wieso nicht?

Winkler: Weil sie nicht wollen, dass sie dann von anderen „angebaggert“ werden.

Der Trollinger-Marathon hat anders als andere große Läufen nie seinen Namen verkauft. Wäre das noch eine Option?

Winkler: Nein. Wir wollen uns nie an einen Exklusiv-Sponsor binden. Wenn der wegbricht, ist der ganze Lauf gefährdet. Hierfür gibt es in ganz Deutschland Negativbeispiele.

Auch wenn der Wein im Namen des Laufs steht, halten sich die Weinbetriebe dennoch nach wie vor zurück, mit dem Trolli zu werben.

Winkler: Wir haben Weinbetriebe, die sind aktiv und sehr gut dabei. Andere haben den Werbewert noch nicht erkannt. Da sind wohl noch einige im Dornröschenschlaf.

Wo liegt die Schmerzgrenze, unter der nichts mehr geht, was die Anmeldezahlen beim Marathon angeht?

Winkler: Die Schmerzgrenze wäre, wenn die Anmeldezahlen weiter sinken. Das tun sie derzeit nicht. Wir haben die Strecke flacher gemacht. Die Anmeldezahlen steigen beim Marathon wieder leicht. Insgesamt haben wir kontinuierlich Zuwächse. Wir sind jetzt bei über 4000 Startern. Mehr als zu diesem Zeitpunkt 2008.


Trolli-Anmeldeschluss: 28. April (www.trollinger-marathon.de oder 07131/56-3741). Am Samstag, 18. April, startet der erste von drei Vorbereitungsläufen. Treff: 9 Uhr am Frankenstadion in Heilbronn.