Gute Nachfrage nach heimischem Holz

Region  Region - Der Wintereinschlag ist weitgehend gelaufen. Der Leiter des Kreisforstamts Heilbronn, Karl-Heinz Lieber, zeigt sich mit Nachfrage und Preisen insgesamt zufrieden. Vor allem Brennholz stieß auf viele Interessenten. Probleme bereitete ein wechselhafter, "chaotischer Winter".

Von unserem Redakteur Reto Bosch

Gute Nachfrage nach heimischem Holz
Region - Der Wintereinschlag ist weitgehend gelaufen. Der Leiter des Kreisforstamts Heilbronn, Karl-Heinz Lieber, zeigt sich mit Nachfrage und Preisen insgesamt zufrieden. Vor allem Brennholz stieß auf viele Interessenten. Probleme bereitete ein wechselhafter, "chaotischer Winter".

Etwa 140.000 Festmeter Holz fallen in den Wäldern im Landkreis Heilbronn pro Jahr. Rund 50.000 Festmeter spenden als Brennholz Wärme. "Die Resonanz war sehr gut", erklärt Lieber. Nicht zuletzt wegen des langen Winters.

Buche besonders beliebt

Die Buche ist beliebt als Energieträger, findet aber auch in vielen anderen Bereichen Verwendung: Möbel, Furnier, Täfelungen, Böden. Mit rund 33 Prozent macht sie den größten Anteil der Baumarten in der Region Heilbronn aus.

"Die Situation ist sehr unterschiedlich", meint Lieber. Heimische Sägewerke kämpften mit Problemen, Exporteure hätten größere Mengen abgenommen. Viele Buchen aus dem Unterland gehen nach China und Japan. Ein Verkaufsschlager bleibt die Eiche. Einen sehr hohe Nachfrage trifft auf einen guten Preis. Die Fichte gehört zu den Dauerbrennern. Sie eignet sich gut als Bau- und Konstruktionsholz.

Bessere Absatzmöglichkeiten durch FSC-Zertifizierung

Bei der Vermarktung des Unterländer Holzes hilft die Zertifizierung vieler Kommunalwälder nach den strengen Kriterien des FSC-Siegels. Karl-Heinz Lieber berichtet von Firmen, die ausschließlich solche Ware verlangen, andere orderten Teilmengen in FSC-Qualität. Die Absatzmöglichkeiten seien mit FSC deutlich besser.

Nachfrage gut, Preise gut, Wetter schlecht. So könnte die Kurzbilanz lauten. Der schnelle Wechsel zwischen Kalt und Nass habe die Arbeit in den Wäldern erschwert. Die Böden waren oft zu weich, zudem hätten die Wege gelitten. "Es gab zu wenig Frostperioden."