Tote Frau ein Verbrechensopfer? (30.10.08)

Weinsberg - Spaziergänger haben auf Weinsberger Gemarkung eine tote Frau gefunden. Sie lag am Sonntag gegen 15.30 Uhr wenige Meter neben ihrem Auto in der Nähe eines Wanderparkplatzes zwischen dem Klinikum am Weissenhof und Grantschen. Todesumstände und Todeszeitpunkt sind auch nach der Obduktion der Leiche unklar.

Von Helmut Buchholz

Spaziergänger fanden die Leiche zwischen dem Klinikum am Weissenhof und Grantschen. (Foto: Helmut Buchholz)

Spaziergänger haben auf Weinsberger Gemarkung eine tote Frau gefunden. Sie lag am Sonntag gegen 15.30 Uhr wenige Meter neben ihrem Auto in der Nähe eines Wanderparkplatzes zwischen dem Klinikum am Weissenhof und Grantschen. Todesumstände und Todeszeitpunkt sind auch nach der Obduktion der Leiche unklar.

Die Ermittler stießen bei der Spurensicherung auf Widersprüche. Ein Kapitalvebrechen ist nicht auszuschließen. „Es könnte aber auch ein Unglück oder Suizid gewesen sein“, sagte am Donnerstag Polizeisprecher Rainer Köller. Jetzt sollen Hinweise aus der Bevölkerung bei der Aufklärung des Falls helfen.


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Identifiziert

Bei der toten Frau handelt es sich um die 45-jährige Diana Christiane Pawlenko (Foto: Polizei). Sie arbeitete als Krankenpflegerin im Klinikum am Weissenhof und hatte nach Angaben der Polizei eine Wohnung in Weinsberg. Familienstand: geschieden, eine 18-jährige Tochter. Von einem neuen Partner „ist nichts bekannt“, so Rainer Köller.

Wie und warum Diana Christiane Pawlenko zu dem Ort kam, wo Spaziergänger ihre Leiche in einer großen Wasserpfütze fanden und wo jetzt eine Rose am Wegesrand zum Zeichen der Trauer abgelegt wurde, gibt die Polizei nicht bekannt. Die Türen an ihrem wenige Meter entfernt stehenden Wagen waren geschlossen.

Der Fundort der Leiche liegt am Ende einer Abzweigung, die nach der Autobahnunterführung von der Verbindungsstraße zwischen Klinik und Weinsberg-Grantschen abgeht. An dieser Strecke in Sichtweite zur A 81 befindet sich auch der Wanderparkplatz, der bei Paaren als Ort für Schäferstündchen beliebt ist. Die Polizei hat keine Hinweise auf eine Sexualstraftat. Zur Todesursache gab es keine Angaben. „Es handelt sich um Täterwissen – falls es sich um ein Tötungsdelikt handeln sollte“, so Polizeisprecher Köller.

Wo war sie?

Zuletzt lebend gesehen, „besser gehört“, so Köller, wurde Diana Christiane Pawlenko in ihrer Wohnung am Dienstag, 21. Oktober, 20.15 Uhr. „Eventuell auch noch am Mittwochmorgen.“

Nun brauchen Staatsanwaltschaft und Kripo Hinweise, mit denen sie den weiteren Verbleib klären können. Insbesondere interessiert die Ermittler:
  • Wer hat Diana Christiane Pawlenko oder ihren silberfarbenen Fiat Panda in der Zeit zwischen Dienstag, 21., und Sonntag, 26. Oktober, gesehen?
  • Wer kann Angaben zu möglichen Aufenthaltsorten oder Begleitpersonen machen?
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 07131/104-4444 entgegen.

Das ist der Fiat Panda von Diana Christiane Pawlenko. (Foto: Polizei)