Experimenta wird heute eröffnet

Heilbronn - 30 Millionen kostet das neues Science Center in Heilbronn. Heute Abend weihen Günther Oettinger und 700 Festgäste die Lern- und Erlebniswelt ein.

Von Iris Baars-Werner

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Experimenta Im großen Kaleidoskop des Experimenta-Außenbereiches spiegelt sich das Klinkergebäude des Science Centers. Ein Vorgeschmack der erstaunlichen Einblicke, die den Besuchern der Heilbronner Erlebniswelt geboten werden. Fotos: Dittmar Dirks

Heilbronn - Tausende neugierige Besucher erwartet die Experimenta am Samstag und Sonntag. Denn am Wochenende macht die neue Lern- und Erlebniswelt am Neckar erstmals ihre Türen für das Publikum auf - nach 18 Monaten Bau- und Einrichtungszeit. Schon heute Abend wird Ministerpräsident Günther Oettinger das 30 Millionen Euro teure, größte Science Center Süddeutschlands bewundern können. Mit ihm wurden etwa 700 Einweihungsgäste eingeladen.

Der Ansturm der Neugierigen wird die erste Nagelprobe für die 25 festen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um Experimenta-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Hansch. Und für die etwa 80 Besucherbetreuer, die auf Teilzeitbasis in der Experimenta arbeiten. Auf vier Stockwerken im alten Saatenspeicher Hagenbucher und im architektonisch gekonnt angefügten modernen Neubau machen vier Themenwelten Naturwissenschaft und Technik begreif- und erlebbar: E-Werk (mit Energie und Umwelt), Werkstatt (Technik und Innovation), Netzwerk (Kommunikation) und Spielwerk (Freizeit). 150 Exponate laden zum Spielen und Staunen ein.


Kinder, Jugendliche und Erwachsene will die Experimenta ansprechen - möglichst 100.000 in jedem Jahr. Für Kinder ab sechs Jahren kostet ein Tag in der Experimenta fünf, für Erwachsene neun Euro. (Detaillierte Informationen über Preise, die Ausstellungen und das Programm des Wochenendes bietet eine Sonderveröffentlichung, die heute dieser Zeitung beiliegt.)

Haste Töne: Besondere Musikinstrumente laden zum Selbstversuch ein.
Schon 2005 träumte die Stadt Heilbronn vom Lernen mit Spaß im Hagenbucher und gab eine Machbarkeitsstudie in Auftrag. "Entscheidend war der Eintritt der Dieter-Schwarz-Stiftung," erinnert Wolfgang Hansch an das Jahr 2007, als der Heilbronner Ehrenbürger und Förderer einiger Kultur- und Bildungsangebote seiner Heimatstadt die Finanzierung des Projektes absicherte. Die Bremer Projektentwickler Petri Tiemann wurden mit ersten Konzepten für Inhalt und Ausstellung beauftragt.

Experimenta ist Lernen und Spaß
Anfassen erlaubt: Ausstellungsleiter Christian Sichau lädt zum Begreifen ein.
Die 30 Millionen Euro Baukosten teilen sich Stadt, Stiftung und Sponsoren. 7,3 Millionen Euro belasten den Etat Heilbronns, 3,4 Millionen geben Firmen wie Würth, EnBW, Gasversorgung Süddeutschland und Salzwerke. Drei Millionen Euro bezahlt das Land. Betriebsdefizite wird auf Dauer die Schwarz-Stiftung begleichen. "Wir können nicht kostendeckend arbeiten, die Schülerlabors sind zu teuer und aufwendig," macht Geschäftsführer Hansch klar, welchen Wert diese Zusage hat.

Erste Publikumstage

Am Samstag und Sonntag, 14. und 15. November, ist die Experimenta jeweils ab zehn Uhr fürs Publikum geöffnet. Am Samstag bis 22 Uhr, am Sonntag bis 19 Uhr. Bei Wartezeiten gibt es für die Besucher im Außenbereich und in einem Zelt ein unterhaltsames Programm.

Weitere Infos unter www.experimenta-heilbronn.de