DGB: Gegen Armut und für Mindestlohn

Heilbronn - Mit einem flammenden Appell für den flächendeckenden Mindestlohn beginnt der Deutsche Gewerkschaftsbund das Jahr. In der Aula des Heilbronner Bildungscampus‘ sprach Regionschef Löffler von einer Welle der Ungerechtigkeiten und Verarmung, die über das Land schwappe.

 

Heilbronn - Mit einem flammenden Appell für den flächendeckenden Mindestlohn beginnt der Deutsche Gewerkschaftsbund das Jahr. Bei seinem Empfang am Montagabend in der Aula des Heilbronner Bildungscampus‘ gab DGB-Regionschef Bernhard Löffler die Losung aus. Er sprach von einer Welle der Ungerechtigkeiten und Verarmung, die über das Land schwappe. Schuld daran seien die prekären Arbeitsverhältnisse. Während  es der Oberschicht und der Wirtschaft besser ginge, blieben die Langzeitarbeitslosen abgehängt.

Es gebe 22.400 Arbeitslose in der Region. In ganz Deutschland würden 1,3 Millionen Menschen in Vollzeit arbeiten, könnten aber nicht von ihrem Lohn leben könnten und sind auf staatliche Hilfe angewiesen. Löfflers Forderung: „Arbeit muss wieder fürs Lleben reichen. Arm sein ist nicht gut, weder in Deutschland noch in seiner Region.“ Darum müsse der Mindestlohn eingeführt werden.

Unterstützung bekam der DGB-Chef von Jutta Allmendinger. Die Präsidenten des Wissenschaftszentrum für Sozialforschung in Berlin kritisierte die Bildungsarmut in Deutschland. Zwar würden Milliarden in Transferleistungen „versenkt“, sie kämen aber nicht in den unteren Schichten an. Sie plädierte für mehr Bildungsgerechtigkeit.