Bleiben Todesfälle unaufgeklärt? (03.06.09)

Region Heilbronn - Möglicherweise werden die Todesfälle Pawlenko und Christ nie ganz aufgeklärt. Dies schließt die Sprecherin der Heilbronner Staatsanwaltschaft, Michaela Molnar, nach monatelangen intensiven Ermittlungen nicht aus. Denn noch immer ist unklar, wie die beiden ums Leben kamen. In wenigen Wochen wird die Polizei ihre Abschlussberichte vorlegen und muss dabei einige Fragen unbeantwortet lassen.

Diana Pawlenko wurde Ende Oktober 2008 tot nahe eines Wanderparkplatzes in Weinsberg gefunden. Die verbrannte Leiche des 18-jährigen Arthur Christ wurde Ende Januar neben seinem verkohlten Auto auf einem Waldparkplatz zwischen Eberstadt und Cleversulzbach entdeckt. Foto: HSt-Archiv / Montage: Petersen


Region Heilbronn - Möglicherweise werden die Todesfälle Pawlenko und Christ nie ganz aufgeklärt. Dies schließt die Sprecherin der Heilbronner Staatsanwaltschaft, Michaela Molnar, nach monatelangen intensiven Ermittlungen nicht aus. Denn noch immer ist unklar, wie die beiden ums Leben kamen. In wenigen Wochen wird die Polizei ihre Abschlussberichte vorlegen und muss dabei einige Fragen unbeantwortet lassen.

Die Leiche von Arthur Christ wurde vor seinem ausgebrannten Auto Ende Januar auf einem Wanderparkplatz zwischen Eberstadt und Cleversulzbach gefunden (siehe Grafik). Das rechtsmedizinische Gutachten ergab, dass der 18-Jährige seinen Brandverletzungen erlag. Am Tatort wurde Brandbeschleuniger gefunden. Die Staatsanwaltschaft schließt einen technischen Defekt am Fahrzeug nahezu aus. Ob Arthur Christ sich selbst das Leben nahm oder Opfer eines Verbrechens wurde? Beides wäre denkbar. Die Ergebnisse eines Sachverständigen, der einen Brandversuch unternommen hat, liegen noch nicht vor. Mit dieser Expertise soll unter anderem geklärt werden, ob sich Blech bei Hitze so verformt, dass die Türen des Wagens von selbst schließen können. Als man Arthur Christ fand, waren die Türen seines Wagens wohl geschlossen. Bis zu zwölf Beamte der Ermittlungsgruppe beschäftigten sich mit der Aufklärung, ohne dass sie den mysteriösen Fall lösen konnten.

Irrtum

Die Leiche von Diana Pawlenko wurde Ende Oktober nahe eines Wanderparkplatzes bei Weinsberg neben ihrem Auto gefunden. Eine Zeit lang nahmen die Ermittler eine Verbindung zum Heilbronner Polizistenmord an, weil sich Spuren des sogenannten Phantoms auch an ihrem Wagen (Foto: Polizei) fanden. Doch nachdem sich die unbekannte Serientäterin als Irrtum bei der Spurensicherung herausstellte, ging der Fall von der Polizistenmord-Soko zurück an die Heilbronner Kripo. Eine Ermittlungsgruppe mit acht Beamten geht der Frage nach: Wie kam die 45-Jährige ums Leben? Man fand die Frau in einem Tümpel. Gerüchten zufolge hatte sie Wasser in der Lunge. Ertrank sie? Die Polizei hat dies nie bestätigt. Sie hält weiterhin Selbstmord, Unglücksfall oder Kapitalverbrechen für möglich.

Die örtliche Nähe der Tatorte der beiden Leichenfunde ist wohl rein zufällig. Staatsanwältin Michaela Molnar: „Es liegen keine Erkenntnisse über einen Zusammenhang der Fälle vor.“


>>Video: Todesfall Artur Christ - Polizisten durchkämmen Wald (vom 27.01.09)