Atomkraftgegner blockieren GKN-Zufahrt

Neckarwestheim - Etwa 40 Atomkraftgegner demonstrieren seit dem Morgen vor dem GKN Neckarwestheim für den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft. Sie blockieren einen Teil der Hauptzufahrt.

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Neckarwestheim  - Etwa 40 Atomkraftgegner demonstrieren seit dem Morgen vor dem GKN Neckarwestheim für den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft. Sie blockieren einen Teil der Hauptzufahrt.

Fahrzeuge und Fußgänger erreichen das Kraftwerksgelände aber trotzdem, erklärte die Polizeidirektion Ludwigsburg der Stimme. Umleitungen seien eingerichtet.

 

 

„Wir sind auf zwei sechs Meter hohe dreibeinige Holzgestelle geklettert, um die Einfahrt zu blockieren. Die Autos der Arbeiter kommen so mit ihren Autos nicht durch und sie müssen zu Fuß zur Arbeit“, sagte ein Sprecher des Aktionsbündnis Castor-Widerstand Neckarwestheim der Nachrichtenagentur dpa.

Auf Transparenten hieß es beispielsweise in Anspielung auf große Atomkatastrophen: „1986 Tschernobyl, 2011 Fukushima: AKWs endlich abschalten.“ Die Polizei beobachtet die Lage nach Angaben einer Behördensprecherin.

Mit ihrer Aktion wollten sie für das sofortige Abschalten des Atomkraftwerks und den Atomausstieg kämpfen. „Wir wollen den ganzen Tag hierbleiben.“

Kein Dialog

Ein Sprecher des Kraftwerkbetreibers EnBW sagte, der Betrieb in Neckarwestheim sei von der Aktion nicht behindert. Das GKN verfüge über eine zweite Zufahrt. Versuche, mit den Atomkraftgegnern zu sprechen, seien gescheitert. „Eigentlich würden wir ganz gerne den Dialog führen. Die reden aber nicht mit uns.“

Der Karlsruher Energieversorger prüft derzeit, ob in Obrigheim gelagerter Atommüll nach Neckarwestheim gebracht werden kann. Dafür müssten 342 Brennelemente etwa 50 Kilometer weit transportiert werden. Dieser Castortransport stehe aber im Moment überhaupt noch nicht an, sagte der EnBW-Sprecher. dpa/bor

 
 

 


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